Zwei "Flips" bei Senatswahlen: Demokraten nehmen Republikanern North und South Carolina ab

Zwei "Flips" bei SenatswahlenDemokraten nehmen Republikanern North und South Carolina ab
04.11.2026, 02:43 Uhr
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Die Mehrheit im US-Repräsentantenhaus erobern die Demokraten bei den Zwischenwahlen offenbar zurück. Auch bei den Senatswahlen scheint ein Sieg möglich: In North und South Carolina nehmen die demokratischen Kandidaten den Republikanern erstmals seit vielen Jahren zwei Sitze weg.
Im Rennen um die Kontrolle im US-Senat ist den Demokraten nach Medienberichten ein zweiter wichtiger Sieg gelungen: Im Bundesstaat South Carolina eroberte die Demokratin Annie Andrews den Senatssitz zurück, den der im Juli verstorbene Republikaner Lindsey Graham mehr als zwei Jahrzehnte lang innegehabt hatte. Andrews setzte sich laut Prognosen von CNN und NBC News gegen dessen politisch unerfahrene Schwester Darline Graham durch, deren Kandidatur Präsident Donald Trump unterstützt hatte.
Der Bundesstaat an der Ostküste mit 5,6 Millionen Einwohnern wird seit Jahrzehnten von Republikanern regiert. Auch bei der Präsidentschaftswahl liegen republikanische Kandidaten traditionell vor der Konkurrenz der Demokraten.
Zuvor hatte der Demokrat Roy Cooper Prognosen zufolge bereits die Senatswahl im Bundesstaat North Carolina gewonnen. Der 69-jährige ehemalige Gouverneur setzte sich gegen den von Präsident Donald Trump unterstützten Republikaner Michael Whatley durch und sicherte seiner Partei damit ebenfalls einen wichtigen Sitz im Ringen um die Kontrolle über den Senat. Cooper löst den republikanischen Senator Thom Tillis ab, der nach einem Zerwürfnis mit Trump seinen Rückzug angekündigt hatte.
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Die Republikaner hielten vor der Wahl eine Mehrheit von 53 zu 47 Sitzen. Die Demokraten benötigen daher netto vier zusätzliche Mandate, um die Kontrolle zu übernehmen. Es ist der erste Sieg der Demokraten bei einer Wahl zum Senat in North Carolina seit 2008.
Cooper hatte in seinem Wahlkampf die Sorgen vieler US-Bürgerinnen und -Bürger vor hohen Lebenshaltungskosten adressiert und versucht, mit seiner langjährigen Erfahrung und seinen Verdiensten auf Bundesstaatenebene zu punkten. "Wir wussten, dass das Chaos und die Korruption in Washington unserem Volk schaden", sagte Cooper bei seiner Siegesrede. "Heute haben Sie gesagt: Damit muss Schluss sein. Und als Ihr neuer US-Senator bin ich bereit, diese Botschaft nach Washington zu tragen - und mich dafür einzusetzen, dass sich daran etwas ändert."
Bei den Zwischenwahlen zum Kongress zur Mitte der zweiten Amtszeit Trumps standen am Dienstag alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat zur Abstimmung. Die Demokraten hofften, beide Kongresskammern in Washington von den Republikanern zurückerobern zu können. In beiden Fällen war dafür unter dem Strich jeweils ein Zugewinn von vier Mandaten erforderlich.
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