Griechenland – Explosion in Athen: Fünf Menschen nach Hauseinsturz vermisst

- In der Athener Altstadt hat sich eine heftige Explosion ereignet. Ein zweistöckiges Gebäude stürzte ein
- Ein Passant wurde leicht verletzt, zwei Frauen wurden aus einem Nachbargebäude gerettet und ins Spital gebracht.
- Mögliche Ursache ist ein Gasleck, die Feuerwehr ist mit im Einsatz.
Nach einer schweren Explosion in der historischen Altstadt von Athen, dem Viertel Plaka, suchen Rettungskräfte unter Hochdruck nach Überlebenden. Was zunächst wie ein Vorfall mit nur einem Leichtverletzten aussah, hat sich zu einer dramatischen Rettungsaktion ausgeweitet: Mittlerweile werden fünf Menschen unter den Trümmern des eingestürzten Gebäudes vermisst.
Dramatische Suche unter den Trümmern
Das dreistöckige Gebäude stürzte am Morgen gegen 07:30 Uhr nach einer heftigen Detonation ein, woraufhin sofort ein Brand ausbrach. Die Suche nach den Vermissten läuft unter extrem schwierigen Bedingungen. Die Feuerwehr und Spezialkräfte setzen bei den Bergungsarbeiten speziell ausgebildete Rettungshunde, Wärmebildkameras sowie schweres Räumgerät ein, um mögliche Hohlräume im Schutt zu untersuchen. Das betroffene Gebiet nahe dem berühmten Hadrianstor ist für die Rettungsarbeiten weiträumig abgesperrt.
Ursache und enorme Zerstörungskraft
Die Wucht der Detonation war so gewaltig, dass sie in weiten Teilen der griechischen Hauptstadt zu hören war und eine weithin sichtbare Rauchwolke verursachte. Erste Vermutungen der Ermittelnden deuten auf ein folgenschweres Gasleck als Auslöser hin. Die Erschütterung war so stark, dass viele Anwohnende zunächst an ein Erdbeben oder einen Anschlag glaubten. In der gesamten Umgebung zersprangen Fensterscheiben und Autos wurden durch die Druckwelle sowie herabstürzende Trümmer schwer beschädigt. Ein Autofahrer berichtete sogar, sein Wagen sei angehoben und so stark verformt worden, dass sich die Türen nicht mehr öffnen liessen.
Schicksal von fünf Personen ungewiss
Während anfangs nur von einem leicht verletzten Passanten berichtet wurde, der von Trümmerteilen getroffen wurde, wächst nun die Sorge um die Bewohnenden und Gäste des Hauses. Im ersten Stock des Gebäudes befand sich eine Ferienwohnung, in der sich zum Zeitpunkt des Unglücks vermutlich eine dreiköpfige Familie aus dem Ausland aufgehalten hat. Ausserdem soll im zweiten Stock ein älteres Ehepaar gewohnt haben, zu dem die Behörden bislang keinerlei Kontakt herstellen konnten. Zwei Frauen aus einem direkt angrenzenden Nachbarhaus konnten glücklicherweise gerettet und vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht werden.
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