Mercedes-Benz will Serienfahrzeuge mit dem Wayve AI Driver ausstatten
Mercedes-Benz wird seine Fahrzeuge künftig mit dem Wayve AI Driver ausstatten, einem System für automatisiertes Fahren. Das haben der Stuttgarter Autokonzern und das britische Unternehmen Wayve angekündigt.
Mercedes-Benz will das System in den kommenden zwei Jahren in Serienfahrzeuge integrieren, teilt Wayve mit. Die Fahrassistenzfunktionen sollen demnach das Fahren im Stadtverkehr vereinfachen. Welche Fahrzeuge das System erhalten, verraten die Partner nicht.
Beide Unternehmen arbeiten demnach schon seit einigen Jahren zusammen. Zudem hat sich Mercedes-Benz bei einer Finanzierungsrunde Anfang des Jahres an Wayve beteiligt. Dabei nahm Wayve 1,2 Milliarden US-Dollar ein und war zu dem Zeitpunkt rund 8,6 Milliarden US-Dollar wert. Weitere Investoren waren neben institutionellen Anlegern wie einem kanadischen Pensionsfonds auch Unternehmen aus verschiedenen Technologiesektoren wie der Fahrdienst Uber, der Softwarekonzern Microsoft sowie der Chipdesigner Nvidia.
Wayves KI versteht die Welt und den Verkehr
Wayve verfolgt nach eigenen Angaben beim automatisierten Fahren einen anderen Ansatz als den Konkurrenten: Das System verzichte auf manuell erstellte Stacks, hochaufgelöste Karten und einen regelbasierten Ansatz. Es setze stattdessen auf eine Künstliche Intelligenz, die darauf trainiert sei, die Welt zu verstehen, Risiken vorauszusehen und sich an neue Umgebungen anzupassen.
Wayve hat das System mit Daten aus über 70 Ländern trainiert. Dadurch sei es möglich gewesen, im vergangenen Jahr ohne vorherige städtespezifische Feinabstimmung Testfahrten in über 500 Städten in Europa, Nordamerika und Japan durchzuführen.
Seit Anfang dieses Monats bietet der US-Fahrdienst Uber in London Fahrten mit automatisiert fahrenden Taxis an. Die Fahrzeuge sind elektrische Ford Mustang, die mit dem Wayve AI Driver ausgestattet sind. Anfangs sitzt zur Sicherheit aber noch ein Mensch hinter dem Steuer.
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