Besserer Handyempfang: SBB erneuert Flotte der Zürcher S-Bahn

- Die SBB erneuert die Flotte der Zürcher S-Bahn der zweiten und dritten Generation für rund 500 Millionen Franken.
- Die Erneuerung findet im Werk Olten statt.
- Die modernisierten Züge bieten neue Bodenbeläge, LED-Beleuchtung und mobilfunkdurchlässige Scheiben für besseren Natel-Empfang.
- Mit der Erneuerung verlängert die SBB die Einsatzdauer der Züge von 25 auf 32 Jahre.
- Die ersten modernisierten Wagen sind bereits seit September im Zürcher S-Bahn-Netz unterwegs.
Jeden Tag reisen 700’000 Leute mit der Zürcher S-Bahn. Bald reisen sie noch komfortabler.
Während die Fahrzeuge der ersten Generation in den 2030er-Jahren durch neue ersetzt werden, erneuert die SBB nun auch die S-Bahnen der zweiten und dritten Generation. Die Erneuerung der Züge erfolgt schrittweise und findet im Werk Olten statt, wie die SBB in einer Medienmitteilung vom Dienstag schreibt.
In Olten wird der Innenraum der S-Bahnen für Reisende aufgewertet: Arbeiter verlegen neue Bodenbeläge und bringen neue Sitzpolster an. Auch eine neue LED-Beleuchtung und eine verbesserte Beschriftung werden angebracht. Zudem montiert die Crew überall neue Fenster. «Dank mobilfunkdurchlässiger Scheiben wird der Empfang im Zug für die Fahrgäste verbessert», schreibt die SBB.
Die neuen mobilfunkdurchlässigen Scheiben haben ausserdem eine verbesserte Wärmedämmung. «Das verbessert die Energieeffizienz der Züge: Künftig sind keine Signalverstärker mehr notwendig, und es muss weniger geheizt und klimatisiert werden», steht in der Medienmitteilung.
So bleiben die Züge sieben Jahre länger im Einsatz
Das erste rundum erneuerte Fahrzeug eines Regio-Dosto der dritten Generation ist bereits seit Mitte September im Zürcher S-Bahn-Netz unterwegs. Die modernisierten Züge sind von aussen an den weissen Streifen links und rechts der roten Türen erkennbar.
Für die Rundum-Erneuerung investieren die SBB, der ZVV, die Kantone Aargau, Glarus, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau und Zug sowie der Bund insgesamt rund 500 Millionen Franken. Davon entfallen knapp 230 Millionen auf die Doppelstock-Triebzüge und rund 270 Millionen auf die Regio-Dosto-Züge. Das zahlt sich aus: Beide Zugtypen waren für 25 Jahre Nutzungsdauer ausgelegt, aber neu sollen sie 32 Jahre im Einsatz bleiben können.
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Die Doppelstöcker werden Ende der 2030er-Jahre dann durch neue Züge ersetzt, die Regio-Dosto erst in den 2040er-Jahren. Die Züge der ersten Generation werden bereits in den 30er-Jahren ersetzt.
Neue Scheiben haben bessere Wärmedämmung
Bei der Erneuerung investiert die SBB auch in die Energieeffizienz und Sicherheit der Züge. So werden etwa Korrosionsstellen instand gesetzt oder Fronthauben aus glasfaserverstärktem Kunststoff ersetzt.
Bei den Doppelstock-Zügen werden zudem Notaustiegsfenster und Schaumlöscher nachgerüstet, ebenso werden Fernlicht, Führerpult, Lokpersonalsitz, Scheibenwischersteuerung und Kupplungsauflagen optimiert. Bei den Regio-Dosto wird ausserdem der Bioreaktor des WC-Systems angepasst sowie Notrufsprechstellen und Hilferuftaster erneuert.
Céline Trachsel (ct), arbeitet seit 2023 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin im Ressort Zürich.
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