The Jerusalem PostEditor's Notes: Israel's election exposes deep political divisions after Gantz withdrawal - commentESPN Deportes¿Cuántos juegos encadena SGA en su racha récord de puntos?InquirerGov’t worker sued over P19,000 cash advanceDaily MaverickTunisian police clash with protesters in capital on day of heightened tensionsPunchNollywood veteran, Francis Duru, dies at 57한겨레[속보] 오세훈 항소심 재판부 “명태균 진술 믿기 어려워”The South AfricanDonald Trump lashes out at LeBron James over national anthem actionsZDF heuteAktuelle Pressemitteilungen des ZDFSözcüPetrolde son 5 ayın rekoru kırıldı: 110 doların üstüne çıktıSouth China Morning PostSecurity chief vows accountability, reforms ahead of Tai Po fire report’s releaseSRF NewsNachfolge von Guy Parmelin – Warum die Top-Shots der SVP (bislang) abwinkenSportstarWrestler Sujeet Kalkal: Unable to train properly for Worlds due to Asian Games functions
The Daily Newsstand · Free, Always
Friday, October 23, 2026

Erste SRG-Umfrage – Finanzierung 13. AHV: Pattsituation mit leichtem Nein-Vorsprung

Translate
  • Wäre vor zwei Wochen über die Erhöhung der Mehrwertsteuer (MWST) für die Finanzierung der 13. AHV-Rente abgestimmt worden, so wäre das Rennen knapp ausgefallen.
  • Gemäss einer Momentaufnahme vom 11. Oktober hätten 49 Prozent der Stimmberechtigten die Vorlage abgelehnt und 46 Prozent angenommen. 5 Prozent waren noch unentschlossen.
  • Das ist das Ergebnis der ersten repräsentativen SRG-Umfrage, durchgeführt vom Forschungsinstitut GFS Bern.

Das Stimmvolk hat vor zwei Jahren an der Urne dafür gestimmt, dass alle Pensionierten eine 13. AHV-Rente erhalten. Nun geht es um die Finanzierung: Bundesrat und Parlament schlagen dafür eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0.4 Prozentpunkte vor.

Im März 2024 hat das Stimmvolk die Initiative für eine 13. AHV-Rente angenommen. Nun geht es um die Finanzierung der Kosten von zu Beginn über vier Milliarden Franken. Das Parlament beschloss im Juni, einen Teil der 13. AHV-Rente mit einer Erhöhung der Mehrwertsteuer (MWST) um 0.4 Prozentpunkte zu finanzieren. Nicht erhöht würde die Mehrwertsteuer auf gewissen alltäglichen Gütern wie Lebensmittel oder Medikamente. Für die Erhöhung der Mehrwertsteuer ist eine Verfassungsänderung nötig, weshalb am 29. November darüber abgestimmt wird.

Würde die Mehrwertsteuererhöhung angenommen, könnte sie frühestens 2028 in Kraft treten. Die 13. AHV-Renten im laufenden Jahr und 2027 werden deshalb aus dem AHV-Fonds bezahlt – ohne Zusatzfinanzierung.

Rennen noch völlig offen

Die Stimmberechtigten scheinen unentschieden zu sein: 49 Prozent von ihnen lehnen das Vorhaben gemäss der Umfrage bestimmt oder eher ab.

46 Prozent befürworten die MWST-Erhöhung. Berücksichtigt man den Fehlerbereich der Umfrage, ergibt sich eine Pattsituation.

Generationengraben – aber keine «Portemonnaie-Frage»

Ältere Stimmberechtigte wollen eher ein Ja in die Urne legen, während Jüngere die Vorlage aktuell mehrheitlich ablehnen. Die mittlere Alterskategorie ist ausgeglichen. Die höchste Zustimmung findet sich also bei jenen, die schon ab Dezember 2026 von der Einführung der 13. AHV-Rente profitieren.

«Es ist ein deutlicher Alterskonflikt», sagt Politologe Lukas Golder von GFS Bern. Man dürfe davon ausgehen, dass Leute über 65 Jahren der Vorlage mehrheitlich zustimmen werden.

Eine «Portemonnaie-Frage» sei es aber nicht, betont er. Über sämtliche Einkommensgruppen hinweg bewegt sich die Zustimmung zwischen knapp unter 50 Prozent und die Ablehnung um diesen Wert. Deutliche Unterschiede gibt es aber bei den Parteipräferenzen.

Gruppe von Menschen steht auf Kopfsteinpflaster.
Legende: Bei der Abstimmung zur Teilfinanzierung der «Dreizehnten» gibt es nicht nur einen «Alterskonflikt», sondern auch Unterschiede je nach Parteisympathie. Keystone / Michael Buholzer

Entlang der Parteisympathien zeigen sich ebenfalls deutliche Unterschiede: Bei den Sympathisantinnen und Sympathisanten der SP (60%), der Grünen (58%), der Mitte (58%) und der GLP (56%) bestehen Ja-Mehrheiten.

Anders präsentiert sich die Situation bei Nahestehenden der FDP, die zum Umfragezeitpunkt mit 54 Prozent Nein zur Vorlage sagten. Noch deutlicher fällt die Ablehnung bei der SVP aus (68%). Auch unter Personen ohne Parteibindung überwiegt die ablehnende Haltung mit 62 Prozent klar.

Nein-Argumente überzeugen mehr

Die Nein-Seite verfügt aktuell über die breiter abgestützte Argumentationsbasis: Alle drei getesteten Kontra-Argumente finden klare Mehrheiten. Am stärksten überzeugt die Forderung, die Finanzierungslücken der AHV durch strukturelle Reformen statt durch zusätzliche Steuern und Abgaben zu schliessen.

Auf der Pro-Seite fallen die Mehrheiten deutlich knapper aus: 54 Prozent halten die MWST-Erhöhung für eine gerechte Lösung, weil sich damit alle Generationen an der Finanzierung beteiligen. Keine Mehrheit findet hingegen das Argument, die Erhöhung sei ein vernünftiger Kompromiss – obwohl es den stärksten Einfluss auf die Stimmabsicht hat.

In der Gesamtschau überzeugen die Pro-Argumente weniger stark, als sich dies bisher in der Zustimmung zur Vorlage widerspiegelt.

Meinungsbildung noch wenig fortgeschritten

Noch sind die Meinungen nicht gemacht: 46 Prozent der Stimmberechtigten («eher dafür/dagegen», «weiss nicht») sind sich unsicher, was sie auf den Stimmzettel schreiben werden. Dies und der erst begonnene Abstimmungskampf könnten noch zu grossen Verschiebungen führen.

Es wird ein hartes Rennen.

Zwar entwickelt sich die Meinungsbildung bei Behördenvorlagen im Normalfall in Richtung der Position von Bundesrat und Parlament. Das gegenwärtige Patt und der deutliche argumentative Überhang zugunsten der Nein-Seite sprechen aber für eine anspruchsvolle Ausgangslage – zusätzlich erschwert durch Kaufkraftsorgen.

Ein Gegengewicht bildet die Unterstützung der über 65‑Jährigen. Da sie überdurchschnittlich abstimmen, kommt ihnen eine besondere Bedeutung zu. «Es wird ein hartes Rennen», so Golder.

Die Umfrage zu den Abstimmungen vom 29. November 2026 ist im Auftrag der SRG SSR vom Forschungsinstitut GFS Bern zwischen dem 5. und 18. Oktober 2026 durchgeführt worden. Der mittlere Befragungszeitraum war der 11. Oktober 2026. Insgesamt wurden die Antworten von 14'874 Stimmberechtigten für die Auswertung berücksichtigt.

Der statistische Fehler beträgt ±2.8 Prozentpunkte. Das heisst: Bei einem Ergebnis von 50 Prozent liegt der effektive Wert mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit zwischen 47.2 und 52.8 Prozent. Dabei sind kleinere Abweichungen wahrscheinlicher, grössere unwahrscheinlicher.

Telefonische Befragung

Telefonisch befragt wurden 506 stimmberechtigte Personen mit Wohnsitz in der Schweiz. Die Interviews wurden per Festnetz und Handy durchgeführt. Diese Stichprobe ist sprachregional gewichtet und repräsentativ für die Schweizer Stimmberechtigten.

Online-Befragung

Zusätzlich konnten online bereinigte Angaben von 13'853 Personen und via Social Media 515 Personen verwendet werden. Die Teilnehmenden wurden dazu unter anderem über die Webportale der SRG rekrutiert.

Da sich die Teilnehmenden der Umfrage selber rekrutieren (sogenanntes Opt-in-Verfahren), ist die Zusammensetzung der Stichprobe nicht repräsentativ für die Grundgesamtheit. So nehmen zum Beispiel typischerweise mehr Männer als Frauen an politischen Umfragen teil. Diese Daten werden jedoch mittels Gewichtungen an die tatsächliche Zusammensetzung der Stimmberechtigten angepasst. Es werden dabei räumliche (Wohnort), soziodemografische (Alter oder Geschlecht) und politische Gewichtungsfaktoren eingesetzt. Durch diese Gewichtung wird die Repräsentativität der Stichprobe optimiert. Ziel ist, auch die Stichprobengrösse in der französisch- und italienischsprachigen Schweiz zu erhöhen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite von GFS Bern.

News, Hintergründe und Analysen zu den Abstimmungen vom 29. November 2026.

View the original on SRF News →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.