Sions Superjoker Rilind Nivokazi explodiert gegen GC: «Persönliche Dinge haben mich blockiert»
In der 61. Minute wechselt Trainer Didier Tholot zwei Spieler ein: Rilind Nivokazi und Josias Lukembila. Da liegt Sion noch 1:2 hinten. Am Ende werden beide mit drei Skorerpunkten dastehen, die Walliser mit einem 5:2 und drei weiteren Punkten. Vor allem für Nivokazi, diesen unerbittlichen und hart arbeitenden Mittelstürmer, ist es eine Erlösung.
Letzte Saison war er die unbestrittene Nummer eins ganz vorne, machte 13 Tore. Winsley Boteli musste da hintanstehen, kam fast nur als Joker. Diese Saison sind die Rollen vertauscht. Um Fixstarter Boteli wird ein Riesenhype gemacht. Kein Wunder, bei wettbewerbsübergreifend 12 Toren und fünf Assists in 14 Spielen. Um Nivokazi hingegen ist es ruhig geworden. Ganz ruhig. Bis zu diesem Dienstag …
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Nivokazi nach Doppelpack:«Hatte eine schwierige Phase – hoffe es geht nun aufwärts»
Schon zum sechsten Mal Reservist
«Das hat gewaltig gutgetan», sagt der in Perugia geborene Kosovare. «Denn ich musste so lange nach diesen Toren Ausschau halten. Aus dem einen oder anderen Grund ist es mir nicht gelungen, zu skoren. Jetzt ist die Blockade weg und alles wird einfacher. Ich bin doppelt zufrieden, denn als ich reinkam, lagen wir zurück. Ich konnte dem Team zu den drei Punkten verhelfen, was mich sehr glücklich macht. Nun muss ich so weitermachen in der Hoffnung, viele weitere Tore zu machen.» In der Super League hatte er diese Saison noch gar nicht getroffen. Einzig in der Conference-League-Qualifikation gegen Bate Borissow beim 4:0 zu Hause. Bisher war er denn auch «nur» Mister Europacup, denn alle sechs Partien durfte er von Beginn weg auflaufen. Doch nach dem Scheitern gegen Ajax Amsterdam gibt es keine weiteren internationalen Einsätze. Und in der Meisterschaft war Nivokazi in 8 Spielen 6-mal Reservist. Der Status als Nummer eins im Sturm ist weg.
«Ich habe nicht das Gefühl, irgendetwas verloren zu haben. Eine Saison verläuft in Momenten. Bei mir sind wichtige persönliche Dinge passiert, für die ich ein bisschen bezahlt habe. Nun ist es mir gelungen, diese Probleme ein wenig beiseitezuschieben, sie besser zu akzeptieren. Aber so ist das Leben. Der Mister hat mir aber immer gesagt, ich sei eine fundamentale Spielfigur. Er hat mir immer das maximale Vertrauen geschenkt. Jetzt geht es besser.» Was ist denn vorgefallen? «Das sind persönliche Dinge, die ich nicht publik mache. Nur so viel: Die wichtigen Dinge im Leben sind jene, die ich vor drei Monaten durchgemacht habe. Unter Mithilfe meiner Familie versuche ich darüber hinwegzukommen.»
Tholot ist mit Nivokazi hochzufrieden
Und wie sieht Coach Didier Tholot Nivokazis aktuelle Rolle? «Vorab: Auf dieser Position bin ich ganz offensichtlich sehr gut unterwegs! Ich habe in meiner Karriere auch oft erlebt, dass es nicht läuft. Aber man darf sich als Stürmer dann nicht ärgern. Wenn man das tut, gelingt dir rein gar nichts mehr. Also habe ich mit Rilind gesprochen und ihm das gesagt.» Wichtig sei ohnehin, und das hat Tholot schon zigmal betont: «Ich habe nicht elf Stammspieler. Sondern ich habe elf, die ein Spiel beginnen, und elf, die es beenden. Nehmen Sie Benjamin Kololli. Der hat eine grosse Karriere gemacht, ist auch meistens Joker, kommt eine Viertelstunde vor Ende rein und bringt eine Top-Mentalität auf den Platz.»
Jedenfalls läuft die Sion-Tormaschinerie wie geschmiert. Nun auch mit dem Rädchen Nivokazi am Wagen. 22 Treffer in acht Spielen. Das sind nur sechs weniger als die Tormonster von YB. Und das ist Rekord für Sion, das noch nie mit 22 Toren nach acht Partien gestartet ist. Man darf füglich gespannt sein, wohin das noch führt.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Lugano | 7 | 13 | 19 | |
2 | FC Sion | 8 | 9 | 18 | |
3 | BSC Young Boys | 8 | 12 | 16 | |
4 | FC Basel | 8 | 2 | 13 | |
5 | FC St. Gallen | 7 | -2 | 10 | |
6 | FC Zürich | 8 | -6 | 10 | |
7 | FC Luzern | 8 | -5 | 9 | |
8 | Grasshopper Club Zürich | 8 | -7 | 8 | |
9 | Servette FC | 7 | -3 | 7 | |
10 | FC Thun | 7 | -7 | 7 | |
11 | FC Vaduz | 8 | -2 | 6 | |
12 | FC Lausanne-Sport | 8 | -4 | 6 |
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