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Tuesday, October 6, 2026

Krankenkassenprämien senken: Darauf würden Leser verzichten

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  • Die 20-Minuten-Community hat konkrete Ideen, wie die Krankenkassenprämien gesenkt werden könnten.
  • Vorschläge reichen von höherer Eigenverantwortung bei Kleinbeträgen bis zu Notfallgebühren von 50 bis 150 Franken.
  • Auch ein schlankerer Leistungskatalog – etwa bei Homöopathie, Abnehmspritzen und kosmetischen Eingriffen – wird gefordert.

Eine Gebühr für den Notfall? Medikamente selbst bezahlen? Oder sogar auf lebensverlängernde Massnahmen verzichten? Die 20-Minuten-Community hat konkrete Ideen, um bei den steigenden Krankenkassenprämien zu sparen.

Was übernimmt die Grundversicherung?

Reto und Xenia würden kleinere Kosten selbst übernehmen

Reto (41) und Xenia (30) würden kleinere Gesundheitskosten stärker in die Eigenverantwortung verschieben. Reto wäre bereit, «alle Fälle bis 500 Franken selber zu bezahlen». Auch Xenia würde gewisse Grundabklärungen wie Blutabnahmen oder «normale» Sprechstunden beim Hausarzt selbst tragen.

Beide wollen zudem den Leistungskatalog der Grundversicherung stärker auf notwendige beziehungsweise schwere Fälle beschränken. Reto nennt etwa existenzbedrohende Erkrankungen, bleibende Schäden oder sehr hohe Behandlungskosten. Xenia würde zusätzlich bei ADHS-Medikamenten sparen, psychologische Behandlungen aber weiterhin über die Grundversicherung finanzieren.

Reto würde kleinere Gesundheitskosten stärker selbst tragen und wäre bereit, Rechnungen bis 500 Franken aus eigener Tasche zu bezahlen. Zudem setzt er auf Telmed und mehr Digitalisierung.

Reto würde kleinere Gesundheitskosten stärker selbst tragen und wäre bereit, Rechnungen bis 500 Franken aus eigener Tasche zu bezahlen. Zudem setzt er auf Telmed und mehr Digitalisierung.Privat

Reto sieht zudem bei der Verwaltung Sparpotenzial und würde stärker auf Telmed sowie digitalisierte Prozesse wie das elektronische Patientendossier setzen.

Ute verzichtet auf reine Lebensverlängerung

Die 64-Jährige würde bei sich selbst auf lebensverlängernde und lebenserhaltende Massnahmen verzichten, wenn diese keinen klaren therapeutischen Nutzen mehr hätten. «Weil es weniger Leid bedeutet und in der Summe spart», sagt sie.

Vor zwei Jahren sei sie an einer seltenen Krebsform erkrankt und habe operiert werden müssen: «Auf eine anschliessende Chemotherapie habe ich verzichtet, weil auch der Onkologe keine Aussicht auf Heilung bestätigen konnte.»

Worauf würdest du für tiefere Krankenkassenprämien am ehesten verzichten?

Stephan und Gisela wollen Gebühren für den Notfall

Stephan (55) und Gisela (54) wollen, dass ein Besuch auf dem Notfall stärker ins Geld geht. Stephan schlägt eine Gebühr von 150 Franken vor, Gisela eine Eintrittspauschale von 50 bis 100 Franken. «Ich würde mir zweimal überlegen, ob ein Arzt- oder Notfallbesuch wirklich nötig ist», sagt Stephan. Auch Gisela würde eine solche Gebühr selbst bezahlen.

Beide möchten zudem konsequenter auf günstigere Generika setzen. Stephan würde zusätzlich den Leistungskatalog verkleinern und etwa Homöopathie in die Zusatzversicherung verschieben.

Gisela sieht weiteres Sparpotenzial bei Abnehmspritzen: «Die würde ich nur bei medizinischer Notwendigkeit bezahlen lassen.» Auch bei kosmetischen und geschlechtsangleichenden Eingriffen möchte sie die Kostenübernahme einschränken und schlägt dafür ein Mindestalter von 25 Jahren vor.

Thomas Sennhauser

Thomas Sennhauser (ths), arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er begann als Videojournalist und wechselte nach zwei Jahren ins Ressort News wo er über gesellschaftliche Themen und Analysen zu Geschehnissen im Ausland schreibt.

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