Schweizer Geisel (69) kommt nach 18 Monaten frei

- Die im Niger entführte Schweizerin Claudia Abbt (69) ist nach 18 Monaten Geiselhaft freigekommen.
- Auch die Österreicherin Eva Gretzmacher (76) wurde freigelassen; beide trafen in Bengasi in Libyen ein.
- Festgehalten wurden die beiden im Grenzgebiet zwischen Niger und Mali.
Eine Schweizerin und eine Österreicherin, die im Niger entführt worden waren, sind freigelassen worden. Die beiden Frauen trafen in der Nacht auf Donnerstag in Bengasi im Osten Libyens ein, wie der libysche Fernsehsender al-Masar berichtet.
In einem Video des Senders wirken die beiden erschöpft. Sie sitzen unter einem Porträt von Marschall Khalifa Haftar und bedanken sich auf Französisch bei ihren Befreiern.
«Ich heisse Claudia Abbt. Ich bin Schweizerin. Ich bin 69 Jahre alt. Ich wurde vor einem Jahr und sechs Monaten als Geisel genommen. Jetzt bin ich froh, frei zu sein», sagt die eine. «Ich heisse Eva Gretzmacher, bin Österreicherin und 76 Jahre alt», sagt die andere. «Ein Jahr und neun Monate als Geisel.»
Zwei Entführungen in derselben Stadt
Beide lebten in Agadez, einer Stadt am Rand der Sahara im Norden Nigers. Gretzmacher war 1997 dorthin gezogen und arbeitete fast drei Jahrzehnte lang mit Jugendlichen. Am Abend des 11. Januar 2025 drangen bewaffnete Männer in ihr Haus ein und zwangen sie in einen Geländewagen.
Drei Monate später traf es Abbt: Am 13. April 2025 wurde auch sie zu Hause verschleppt. Sie ist mit einem Nigrer verheiratet und gründete die Organisation Tellit, die Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerker unterstützt.
Festgehalten wurden die beiden laut Medienberichten im Grenzgebiet zwischen Niger und Mali. Der Islamischer Staat in der Grösseren Sahara (ISGS) reklamierte die Entführungen für sich und veröffentlichte Ende April 2025 ein Foto von Gretzmacher.
Aktiviere jetzt den Ausland-Push!
Bleibe über das Geschehen auf der Welt auch abseits der Breaking News jederzeit bestens informiert. Mit dem Ausland-Push von 20 Minuten bekommst du die wichtigsten News blitzschnell auf dein Handy geliefert.
So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten auf «Profil», dann aufs «Einstellungen»-Zahnrad und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Ausland» an – schon läufts.
Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.
