55. Weltcupsieg soll her – Egalisiert Odermatt schon in Sölden Schneiders Marke?

Am Sonntag startet Marco Odermatt in seine zehnte Weltcupsaison. Der Riesenslalom in Sölden markiert dabei eine besondere Marke: Es wird Odermatts 200. Rennen auf höchster Stufe sein.
In bisher 199 Weltcup-Rennen stand der 29-Jährige 102 Mal auf dem Podest, 54 Mal zuoberst. Noch ein Sieg fehlt ihm, um zu Vreni Schneider aufzuschliessen, der in dieser Kategorie erfolgreichsten Schweizer Athletin.
Maier: «Er will sich immer weiter verbessern»
Bei den Männern liegt der Nidwaldner gleichauf mit Hermann Maier. Nur Ingemar Stenmark (86) und Marcel Hirscher (67) kommen noch auf mehr.
Maier lobte Odermatt jüngst bei Eurosport in den höchsten Tönen. «In verschiedenen Disziplinen ganz vorne zu sein, zeichnet einen Siegfahrer aus. Man merkt bei Odermatt nach wie vor den Ehrgeiz, gewinnen und sich immer weiter verbessern zu wollen», sagte er. «Er ist bei gewissen Schwüngen immer wieder bereit, an seine Grenzen zu gehen.»
2024 schied Odermatt auf dem Rettenbachgletscher im 1. Lauf mit deutlicher Bestzeit aus. «Es hat sich fast zu einfach angefühlt», gestand er damals. Drei der vier letzten Rennen oberhalb von Sölden gewann Odermatt jedoch. Selbstredend zählt der Innerschweizer im Ötztal auch dieses Jahr zu den grössten Favoriten. Dabei verlief die Vorbereitung für einmal nicht optimal.
Verletzung bringt Odermatt nicht aus der Ruhe
Ende August zog sich Odermatt eine kleine Muskelverletzung zu, die mittlerweile aber ausgeheilt ist. Statt wie vorgesehen mit dem Team reiste er verspätet ins Trainingslager nach Chile. Im Kraftbereich hat ihn die Blessur etwas zurückgebunden.
«Das nehme ich locker. Man könnte auch einen Bandscheibenvorfall oder das Knie komplett kaputt haben», zeigt sich Odermatt gelassen. Er habe genug erreicht und müsse niemandem mehr etwas beweisen.
«Wenn es in Sölden noch nicht reicht, um ganz parat zu sein, dann bin ich es hoffentlich in Amerika.» Ende November respektive Anfang Dezember finden dort die ersten Speedrennen statt.
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