Erinnerungsstücke – Teddybär, Bierdose und eine Schachtel voll Haare

Nach dem Tod eines Menschen bleiben verschiedene Gegenstände zurück: skurrile, bizarre, aber auch ganz normale Dinge. Von Kleidern und Alltagsgegenständen bis zu ganz persönlichen Erinnerungsstücken.
Erinnerungen hängen fest an Gegenständen – einem alten Spazierstock, dem verfilzten Hut oder dem Kuscheltier.
In unterschiedlichen Epochen und Gegenden auf der Welt wird mit Hinterlassenschaften des menschlichen Lebens unterschiedlich umgegangen. Der Historiker Vincent Arnold nimmt dies als Anlass für eine Ausstellung im Historischen Museum Thurgau. Er stellt die Frage, wie lange und warum wir uns an Menschen erinnern oder nicht.
Ausstellungsstücke mit Geschichte
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Bild 1 von 4. Der Koffer-Plattenspieler stammt aus den 1950er-Jahren. Bildquelle: SRF/Sascha Zürcher.
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Bild 2 von 4. Die Ausstellung zeigt 100 Exemplare. Bildquelle: SRF/Sascha Zürcher.
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Bild 3 von 4. Stempeln an der Stempeluhr – wir verbringen viel Zeit bei der Arbeit und hinterlassen so Erinnerungen. Bildquelle: SRF/Sascha Zürcher.
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Bild 4 von 4. Kleider prägen Erinnerungen. Bildquelle: SRF/Sascha Zürcher.
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Gegenstände spielen beim Sicherinnern eine grosse Rolle. «Erinnerungen hängen fest an Gegenständen – einem alten Spazierstock, dem verfilzten Hut oder dem Kuscheltier», sagt Museumsdirektorin Noemi Bearth.
«Auch Musik ist wichtig, wenn es um Erinnerungen geht.» Die Direktorin gibt bei der Jukebox in der Ausstellung ihr Geburtsjahr ein – es ertönt «Züri West». Die Gedanken springen zurück in vergangene Zeiten.
Ein Gebiss, ein Pulver aus menschlichen Überresten, das verdeckt zur Schau gestellt ist – die Erinnerungsstücke an Verstorbene sollen zum Nachdenken anregen. «Das Mumienpulver aus menschlichen Überresten ging übrigens bis ins frühe 20. Jahrhundert in Schweizer Apotheken als medizinisches Wundermittel über den Ladentisch», so Museumsdirektorin Bearth.
Grosses Sammelsurium
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Bild 1 von 3. Museumsdirektorin Noemi Bearth im Ausstellungsraum zum Thema Jugenderinnerungen. Bildquelle: SRF/Sascha Zürcher.
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Bild 2 von 3. Die Vielfalt an Erinnerungsstücken ist gross. Bildquelle: SRF/Sascha Zürcher.
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Bild 3 von 3. Welches Erinnerungsstück würden Sie der Nachwelt überlassen? Bildquelle: SRF/Sascha Zürcher.
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Was im 19. Jahrhundert oft weitergegeben wurde, waren Haare. Teilweise wurden sie in Schmuckstücke verarbeitet. Manchmal ist es einfach auch ein abgeschnittener Zopf in einer Dose. Etwas sehr Persönliches.
Die Ausstellung im Historischen Museum in Frauenfeld ist interaktiv aufgebaut. Die verschiedenen Ausstellungsstücke sollen anregen, darüber nachzudenken, was Menschen hinterlassen oder hinterlassen wollen – oder eben nicht.
Regionaljournal Ostschweiz, 29.9.26, 17:30 Uhr ; zürs/kobk;vonb;brus
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