EM 2027 ohne die Schweiz? – U21-Nati braucht Sieg in Frankreich oder Schützenhilfe der Färöer

Nach der 1:5-Klatsche vor einer Woche gegen Island hat sich die Ausgangslage für die Schweizer U21-Nati deutlich verschlechtert. Zwar liegt die Equipe von Trainer Alex Frei noch zwei Punkte vor den Nordländern, doch am Dienstag könnte die Schweiz noch auf Platz 3 zurückfallen. Verliert die Nati in Orléans gegen die bereits qualifizierten Franzosen und gewinnt gleichzeitig Island auswärts gegen die Färöer, verpasst sie zum zweiten Mal in Folge die Endrunde 2027 in Albanien und Serbien.
Wie gut sind die Färöer?
Die Gruppensieger und der beste Zweite aller Gruppen schaffen die direkte Qualifikation für die Endrunde. Die weiteren Gruppenzweiten ermitteln die letzten vier EM-Plätze in Direktduellen mit Hin- und Rückspiel.
Verfolgen Sie die Partie zwischen Frankreich und der Schweiz in Orléans am Dienstag ab 18:50 Uhr im kommentierten Livestream auf srf.ch/sport und in der SRF Sport App.
In der engen Gruppe scheinen alle Szenarien möglich. Die Schweiz hat Frankreich zuhause vor 11 Monaten ein 1:1 abgetrotzt. Und die Färöer sind keineswegs Kanonenfutter. Sie belegen mit 12 Punkten Rang 4 und haben nur 3 Zähler weniger geholt als Island. Zudem gewannen die Färöer das Direktduell zu Beginn der Kampagne auf Island 2:1.
Frei ohne ohne Boteli und Co.
Auf Schützenhilfe zu hoffen, wäre dann aber doch ein zu riskantes Unterfangen. Coach Frei, der aus gesundheitlichen Gründen die Online-Medienkonferenz sausen liess, sagt im Blick: «Wir haben dann eine Chance, wenn alle einen Top-Tag haben. Wir wissen auch um die Konstellation der anderen Spiele.»
Es sei ein «Alles-oder-Nichts-Spiel. Wir alle sind uns dessen bewusst», so Frei weiter. Dennoch muss er die schwierige Mission mit dem bestehenden Personal in Angriff nehmen. Sascha Britschgi, Winsley Boteli und Zachary Athekame, die allesamt noch für die U21 spielen könnten, kommen aktuell im A-Team von Murat Yakin zum Einsatz.
EM-Endrunden mit der Schweiz sind übrigens eher selten. Seit 1978 qualifizierte man sich nur 4 Mal: 2002 (Halbfinal), 2004 (Vorrunde), 2011 (Final) und 2023 (Viertelfinal).
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