Trump bezeichnet Google-Chef als «Monster» – und meint es positiv

- US-Präsident Donald Trump hat KI-Chefs im Weissen Haus empfangen und Google-Chef Sundar Pichai als «Monster» bezeichnet – positiv gemeint.
- Trump lehnt staatliche KI-Regulierung ab und setzt darauf, dass die Unternehmen sich gegenseitig kontrollieren.
- Mark Zuckerberg zufolge wurden bei dem Treffen Grundsätze vereinbart, darunter «robuste interne Kontrollen» und externe Beobachter.
US-Präsident Donald Trump hat Google-Chef Sundar Pichai bei einem Treffen mit führenden Vertretern der amerikanischen KI-Branche auf ungewöhnliche Weise vorgestellt. «Dieser Mann ist ein Monster – und niemand weiss es», sagte Trump. Er meinte dies ausdrücklich positiv.
Trump will trotz Warnungen vor existenziellen Risiken Künstlicher Intelligenz die Aufsicht über die Technologie ihren US-Entwicklern selbst überlassen. Die Unternehmen würden sich selber kontrollieren, sagte Trump nach einem Treffen mit Chefs von KI-Unternehmen in Washington. Er sieht ausreichenden Schutz durch wirtschaftliche Interessen der Firmen. «Ihre Unternehmen stehen auf dem Spiel, wenn etwas schiefgeht», sagte der Präsident. «Sie werden das nicht zulassen.» Die Unternehmen würden «sich gegenseitig kontrollieren».
Trump lehnt staatliche Regulierung ab
Zuletzt hatten eigenständige Hacking-Attacken durch KI-Modelle die Sorgen um Gefahren Künstlicher Intelligenz hochkochen lassen. Einige Branchenvertreter selbst warnten, man könne nicht ganz ausschliessen, dass KI in der Zukunft die Menschheit auslösche. Der Chef der KI-Firma Anthropic, Dario Amodei, hatte sich dafür ausgesprochen, die Entwicklung der leistungsfähigsten KI-Modelle abzubremsen, um sicherzugehen, dass man nicht die Kontrolle über die Technologie verliert. Trump hatte bereits zuvor eine verstärkte staatliche Regulierung der Technologie abgelehnt. Es sei wichtig, dass die USA den Vorsprung zu China nicht einbüssten, betont er.
Jetzt wurde bei dem Treffen nach Angaben des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg eine Reihe von Grundsätzen vereinbart, zu denen «robuste interne Kontrollen» gehörten. Dazu solle es externe Beobachter geben. Das entspricht einer Idee, die Amodei vor einigen Wochen vorstellte, und die unter anderem von seinem Konkurrenten Sam Altman beim ChatGPT-Entwickler OpenAI unterstützt wurde. Amodei sagte nach dem Treffen mit Trump, KI habe grosses Potenzial – «aber auch sehr reale Risiken». Massnahmen, um diesen Risiken entgegenzuwirken, seien «noch in der Diskussion».
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Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.
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