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Saturday, November 7, 2026

Polizist eliminiert Schützen – erst dann geht er zu Boden

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  • In Krakau hat ein 25-jähriger Pole bei einer mutmasslich rechtsextremen Attacke auf Polizisten geschossen.
  • Ein Polizist liefert dem Täter ein Feuergefecht und eliminiert ihn, danach geht er selbst zu Boden.
  • Zwei Beamte wurden angeschossen und im Spital operiert, ein dritter wurde ebenfalls verletzt.

«Während der tragischen Ereignisse in Krakau standen Polizisten einem bewaffneten Angreifer gegenüber. Sie zögerten nicht, obwohl sie sich selbst in Lebensgefahr befanden», erklärte die polnische Polizei nach der mutmasslich rechtsextremen terroristischen Attacke in Krakau.

In einem Video, das auf Social Media zirkulierte, ist ein Polizist zu sehen, wie er sich ein Feuergefecht mit dem Schützen liefert – aus nächster Nähe, nur ein Auto war zwischen den beiden. Ein anderes Video zeigt, wie der Polizist den Schützen eliminiert und danach selbst zu Boden geht. Offenbar war er zuvor getroffen worden. Bei der Eliminierung taumelt der Polizist sichtlich.

Der Angriff hat fünf Menschenleben gekostet. Drei weitere Leichen wurden später im Haus des Angreifers gefunden. 16 Menschen sind verletzt, darunter drei Polizisten und der Angreifer selbst.

Mit Handfeuerwaffe gegen Militärausrüstung

Wie die polnische Polizei später am Abend mitteilte, wurde ein Polizist einmal angeschossen, ein zweiter dreimal. Beide befänden sich im Spital und seien operiert worden. Ein dritter wurde ebenfalls verletzt, über die Schwere seiner Verletzung ist jedoch nichts bekannt. Der Zustand der beiden angeschossenen Beamten ist derzeit unklar.

Laut lokalen Medien schoss der Täter zuerst aus einem Auto. Nach einer Kollision stellten die Polizisten ihn zu Fuss. Auf dem Video ist zu sehen, wie der Polizist mit einer Handfeuerwaffe auf den Täter schiesst. Dieser hatte jedoch militärische Ausrüstung dabei – offenbar auch eine schusssichere Weste, weshalb es schwierig war, ihn zu eliminieren.

Der Täter – ein 25-jähriger Pole – hatte ein vollautomatisches Sturmgewehr bei sich. Es ist jedoch nicht klar, ob er dies bei der Schiesserei gegen die Polizei noch benutzt hatte. Auf einem Video sieht es so aus, als würde er eine Handfeuerwaffe benutzen – allerdings ist es schwer erkennbar. Es könnte sein, dass ihm die Munition des Sturmgewehrs während des wahllosen Schiessens aus dem Auto ausgegangen ist.

Kontroversen um die Polizei

Der polnische Ministerpräsident sagte am späteren Abend auf X: «Die Beamten zeigten Mut und aussergewöhnliches Engagement. Sie benötigen unsere Gebete, Solidarität und volle Unterstützung.» Er schrieb diese Worte begleitet von «Warum ist das für einige so schwierig zu verstehen?». Offenbar geht auf den sozialen Medien scharfe Kritik an der Polizei herum.

Zum einen wird kritisiert, dass die Polizei zu langsam reagiert hätte. Dies dementierte die örtliche Polizeistation auf X. Laut ihr seien in 23 Sekunden nach der ersten Information Beamte vor Ort gewesen. Gleichzeitig haben Polizeibeamte in Polen in linken politischen Kreisen einen schlechten Ruf wegen ihres Verhaltens während der Zeit, in der die PiS an der Macht war.

Doch auch Tusk steht nicht über der Kritik. Am 3. November wurden Polizisten aus Krakau abgezogen und bei Demonstrationen in Warschau eingesetzt. Einige Social-Media-Nutzer werfen Tusk vor, so Krakau geschwächt zu haben. Allerdings ist der Einsatz einige Tage her und es ist nicht klar, ob die Polizisten noch immer in Warschau sind. Die Kritik ist auch politisch motiviert, weil die Demonstration in Warschau die PiS unterstützt hatte und gegen Tusks Justizreform war. Der Einsatz der Polizei wird von PiS-Befürwortern kritisch gesehen.

Simon Misteli

Simon Misteli (sim), Jahrgang 1995, arbeitet seit 2024 als Redaktor am Newsdesk. Dabei schreibt er über verschiedenste Themen mit einem Fokus auf Auslandsgeschichten.

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