News kompakt: Nordkorea schießt erneut Rakete Richtung Japan
Wenige Tage vor einem gemeinsamen Militärmanöver der USA und Südkoreas hat Nordkorea nach Angaben aus Seoul eine ballistische Rakete abgefeuert. Die nordkoreanische Rakete sei in Richtung Japan geschossen worden und habe über dem Meer eine Strecke von mehr als 700 Kilometern zurückgelegt, erklärte der Generalstab der südkoreanischen Armee.
Die japanische Regierung bezeichnete den Vorfall als "Bedrohung für Frieden und Sicherheit". Die Militärübungen der USA und Südkoreas sollen am nächsten Montag starten. An dem Manöver "Ulchi Freedom Shield" nehmen 18.000 südkoreanische Soldaten sowie fast 30.000 US-Soldaten teil, die in Südkorea stationiert sind.
Totale Sonnenfinsternis in Spanien
Eine Sonnenfinsternis wird am Mittwochabend Menschen in Europa und anderen Teilen der Erde in ihren Bann ziehen. Während in Spanien ein Streifen von Oviedo im Norden über Burgos bis hin zur Baleareninsel Mallorca durch eine totale Sonnenfinsternis knapp zwei Minuten lang verdunkelt wird, lässt sich im Rest Europas immerhin eine partielle Sonnenfinsternis beobachten.

In Deutschland wird die Sonne zwischen kurz nach 19 Uhr und kurz vor 21 Uhr zu 84 bis 90 Prozent verdeckt sein. Wolken werden der Vorhersage für Deutschland zufolge kaum den Blick auf das Himmelsereignis trüben. Auch weite Teile Kanadas, der Norden der USA und der Nordwesten Afrikas erleben eine teilweise Sonnenfinsternis. Bei der Beobachtung des Himmelsschauspiels ist es wichtig, eine spezielle Schutzbrille zu tragen. Wer ungeschützt in die Sonne schaut, läuft Gefahr, seine Augen schwer zu schädigen oder gar zu erblinden.
Keine Todesstrafe mehr im Libanon
Als erstes Land im Nahen Osten hat der Libanon die Todesstrafe abgeschafft. Eine entsprechende Gesetzesänderung wurde von einer Mehrheit der 128 Abgeordneten gebilligt. Nach dem geänderten Gesetz werden Verbrechen, die vor dessen Inkrafttreten begangen wurden, mit lebenslanger Haft bestraft. Für danach begangene Straftaten ist eine verschärfte lebenslange Haft mit Zwangsarbeit vorgesehen.

Die Parlamentsfraktion der radikal-islamischen Hisbollah stimmte gegen die Abschaffung der Todesstrafe. Im Libanon ist seit 2004 niemand mehr hingerichtet worden. Gerichte verhängten jedoch weiterhin Todesurteile. Nach Schätzungen der Libanesischen Vereinigung für Bürgerrechte saßen zuletzt rund 84 Menschen mit einem Todesurteil in libanesischen Gefängnissen.
Selenskyj: Russland will weitere Soldaten in Stellung bringen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Kremlchef Wladimir Putin erneut vorgeworfen, eine groß angelegte Mobilisierung zu planen. Die massenhafte Rekrutierung von Soldaten werde für den Herbst vorbereitet, gleich nach der Parlamentswahl in Russland im September, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Er berief sich auf Geheimdienstinformationen und auch auf russische Dokumente.

Bis zum Jahresende gehe es um mehrere Hunderttausend Russen und um noch einmal ungefähr so viele für das nächste Jahr. Außerdem werde Nordkorea weitere Soldaten entsenden, so Selensky. Russland führt seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
UN korrigieren Zahl der Erdbebenopfer in Kolumbien nach oben
Die Zahl der Todesopfer nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien ist nach Angaben der Vereinten Nationen auf mindestens 224 gestiegen. Etwa 2600 Menschen seien verletzt worden, teilten die UN mit. Das Erdbeben der Stärke 7,4 auf der Richterskala hatte am Montag in vielen Regionen des südamerikanischen Landes Verwüstungen angerichtet.

Das Epizentrum lag im Westen Kolumbiens nahe San José del Palmar in der Region Chocó. Die Deutsche Welthungerhilfe stellt angesichts der Lage vor Ort nach eigenen Angaben 100.000 Euro Soforthilfe bereit.
Meta muss sich wegen Social-Media-Sucht bei Jugendlichen verantworten
In Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien muss sich der Meta-Konzern ab Mittwoch vor einem US-Bundesgericht wegen des Vorwurfs verantworten, mit seinen Online-Netzwerken Instagram und Facebook Minderjährige abhängig und psychisch krank zu machen. Vier Bundesstaaten verlangen massive Beschränkungen bei den Instagram- und Facebook-Funktionen wie Endlos-Scrollen und übermäßig häufige Benachrichtigungen.

Zudem fordern die Generalstaatsanwälte von Kalifornien, Colorado, Kentucky und New Jersey eine Strafzahlung von bis zu 1,4 Billionen Dollar (1,2 Billionen Euro) - eine Summe, die fast so hoch ist wie der Börsenwert von Meta.
haz/pg/AR (dpa, rtr, afp)
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