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Saturday, October 31, 2026

«Absolut unqualifiziert»: Köppel greift Bundesratskandidat an

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  • Der frühere SVP-Nationalrat Roger Köppel nennt Bundesratskandidat Jean-Pierre Gallati «absolut unqualifiziert».
  • Er wirft dem Aargauer Regierungsrat in «Weltwoche Daily» vor, ein Gegner der Neutralität zu sein.
  • Gallati äussert sich nicht zu den Aussagen, wie ein Sprecher seines Departements mitteilt.
  • Die SVP-Fraktion entscheidet am 20. November über das Ticket, gewählt wird am 9. Dezember.

Roger Köppel will offenbar verhindern, dass der Aargauer Regierungsrat Jean-Pierre Gallati auf das Bundesratsticket der SVP kommt. In seiner Sendung «Weltwoche Daily» nannte der Verleger und frühere Zürcher Nationalrat den Parteikollegen am Freitag «in einem ganz wesentlichen Punkt absolut unqualifiziert». Und weiter: «Er ist nämlich ein Gegner der schweizerischen Neutralität», so Köppel. «Wer an der Neutralität sägt, sägt an der Schweiz.»

Köppel bezeichnet Gallati als «Neutralitätsverächter».

Köppel bezeichnet Gallati als «Neutralitätsverächter».Weltwoche

Gallati hatte sich in einem NZZ-Interview vor rund zwei Jahren öffentlich gegen die Neutralitätsinitiative von Christoph Blocher gestellt. Köppel bezeichnet ihn deshalb als «Neutralitätsverächter» und wirft ihm vor, mit seinen Äusserungen zum Ukrainekrieg bei den Linken politisches Kapital scheffeln zu wollen. Als Regierungsrat hätte er sich dazu gar nicht äussern sollen.

Schaffe es Gallati aufs Ticket, würden ihn vor allem linke Parteien wählen – und hätten dann einen «inoffiziellen Mitarbeiter und Komplizen in der Abschaffung der Neutralität».

Gallati eckt in der eigenen Partei öfter an

Es ist nicht Gallatis erster Konflikt mit der Parteilinie. Die Pläne des Bundes, die Ukraine in sichere und unsichere Gebiete einzuteilen und den Schutzstatus S entsprechend zu verschärfen, nannte er «realitätsfern und nicht praxistauglich». Die Forderung stammte von SVP-Ständerätin Esther Friedli und ist inzwischen umgesetzt.

Während der Coronakrise stützte er den Kurs von SP-Bundesrat Alain Berset. Seinen Parteikollegen Andreas Glarner soll er einen «Putin-Verehrer» genannt haben.

Gallati selbst schweigt. «Jean-Pierre Gallati äussert sich nicht zu den Aussagen von Herrn Köppel», teilt ein Sprecher seines Departements gegenüber der «Aargauer Zeitung» mit.

Acht Personen haben bis zum Ende der Eingabefrist am 23. Oktober ihre Ambitionen angemeldet. Bis zum 13. November führt die Findungskommission Hearings durch, am 20. November entscheidet die Fraktion über das Ticket. Gewählt wird am 9. Dezember.

Konstantin Furrer

Konstantin Furrer (fur) arbeitet seit 2017 für 20 Minuten. Seit 2022 Newsdesk-Leiter, daneben Blattmacher und Mitglied der Redaktionsleitung.

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