Tödliche Zugunglücke: Spaniens Verkehrsminister tritt zurück

- Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente tritt nach dem zweiten schweren Zugunglück innert eines Jahres zurück.
- Er habe die Entscheidung gleich nach der Tragödie getroffen, zitiert ihn «El Pais».
- Vergangenen Mittwoch starben in Urda 69 Menschen bei der Kollision zweier Züge.
Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente tritt wenige Tage nach dem zweiten schweren Zugunglück innert eines Jahres zurück. «Ich habe die Entscheidung über meine Zukunft in den ersten Minuten nach der Tragödie getroffen. Ein Verkehrsminister in einem Land wie Spanien kann aus Gründen der Würde nicht nach zwei Unfällen in weniger als einem Jahr im Amt bleiben», wird er von «El Pais» zitiert.
Der Minister dankte allen, die ihn während seiner Amtszeit unterstützt hatten, und erwähnte dabei seine Eltern, seine Schwester, seine Frau und seine Töchter. «Sie tragen immer die Hauptlast», fügte er hinzu. Puente war seit November 2023 im Amt.
Am Mittwochmorgen war rund 110 Kilometer Luftlinie südlich von Madrid auf gerader Strecke ein Hochgeschwindigkeitszug der spanischen Staatsbahn Renfe mit hoher Geschwindigkeit auf einen stehenden Zug des privaten Betreibers Iryo aufgefahren. Mehrere Waggons entgleisten. 69 Menschen sind gestorben. Die Ermittlungen zur genauen Unglücksursache dauern an.
Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.
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