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Monday, November 2, 2026

28 Jahre unterwegs: Karl Bushby ist wieder zu Hause

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  • Der britische Abenteurer Karl Bushby (57) ist nach 28 Jahren zu Fuss in seine Heimatstadt Hull zurückgekehrt.
  • Er war im November 1998 in Chile gestartet und legte 50'000 Kilometer durch 29 Länder zurück.
  • Hunderte Menschen empfingen ihn am Montag vor dem Rathaus, er sei «absolut überwältigt» gewesen.

Nach 28 Jahren und einer 50'000 Kilometer langen Wanderung über vier Kontinente ist der britische Abenteurer Karl Bushby in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Hunderte jubelnde Menschen nahmen den 57-Jährigen am Montag in Hull im Nordosten Englands in Empfang. «Ich habe das nicht allein geschafft», sagte Bushby vor dem Rathaus. Er habe seine Rückkehr einem «grossen Team» zu verdanken: der ganzen Erde.

Der frühere Fallschirmjäger war im November 1998 nach der Trennung von seiner Frau von Chile aus losgewandert. Bei einer Odyssee durch Süd-, Mittel- und Nordamerika, der Überquerung der Beringstrasse zwischen Alaska und Russland und der weiteren Wanderung durch Zentralasien und Europa setzte er sich selbst zwei Regeln: keinerlei Transportmittel zu benutzen und nur zu Fuss nach Hause zu kommen.

Visa-Probleme, Finanzkrise, Corona-Pandemie

Fast drei Jahrzehnte und 29 Länder später kehrte Bushby nun am Montag nach Hull zurück, um seine Mutter und seinen Sohn wiederzusehen – und seine zwölfjährige Enkelin kennenzulernen, die er bisher noch nie getroffen hatte. Schon am Sonntag hatten ihm viele Menschen zugejubelt, als er auf dem Weg nach Hull in dichtem Nebel die Humber-Brücke überquerte. Bushby sagte im BBC Radio, der Empfang habe ihn «absolut überwältigt».

Der Abenteurer, der seine gesamte Habe in einem Wägelchen mit dem Spitznamen «The Beast» um die Welt transportierte, musste auf seiner Reise mehrere längere Pausen einlegen. Die russischen Behörden etwa verweigerten ihm lange ein Visum, nachdem er zu Fuss die zugefrorene Beringstrasse überquert hatte.

Insgesamt kosteten ihn Visa-Probleme, die Finanzkrise von 2008 und die Corona-Pandemie etwa 14 seiner 28 Jahre unterwegs. Immer wieder musste Bushby längere Zeit in einem Land bleiben, bevor er seine Reise von genau dem Ort aus fortsetzte, an dem er sie unterbrochen hatte.

«Es war nicht einfach, und genau darum ging es ja auch», erklärte Bushby, als er im Oktober seine letzte grosse Herausforderung meisterte und durch den Ärmelkanal schwamm.

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Justin Arber

Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.

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