Installierter Bestand an Industrierobotern steigt 2025 weltweit auf 5 Millionen
Der weltweite Bestand an installierten Industrierobotern hat 2025 einen Rekordwert erreicht. 5 Millionen Einheiten seien installiert, wie die International Federation of Robotics (IFR) am Donnerstag mitteilte. Das entspricht einem Wachstum zum Vorjahr von 9 Prozent.
Allein 2025 wurden mehr als 600.000 neue Robotereinheiten installiert. Das sind 11 Prozent mehr als noch 2024. Insgesamt sei die Automatisierung in den letzten Jahren nochmals stark angestiegen. Vor sieben Jahren habe es weltweit weniger als die Hälfte installierter Industrieroboter gegeben.
Die jährliche weltweite Anzahl von Roboterneuinstallationen hat einen neuen Höhepunkt erreicht.
(Bild: IFR)
Spitzenreiter China
Den Takt gibt dabei Asien vor. Hier besonders China, das weltweiter Spitzenreiter bei den Roboterinstallationen ist. Dort sind die Installationen um 20 Prozent angestiegen. Rund 354.200 Industrieroboter wurden dort 2025 neu installiert. Das sind über 60.000 mehr als 2024. 59 Prozent aller weltweiten Neuinstallationen gehen damit auf das Konto von China.
Mit bereits deutlichem Abstand folgen die USA auf Platz zwei. Sie haben nun Japan überholt. Die Installationen von Industrierobotern steigen dort um 12 Prozent auf 38.500 Einheiten.
China führt mit großem Abstand die Roboterneuinstallationen an.
(Bild: IFR)
Auf dem dritten Platz liegt Japan mit 36.219 neu installierten Robotereinheiten. Das sind 19 Prozent weniger als im Vorjahr und erklärt auch, warum die USA Japan vom zweiten Platz verdrängen konnten.
An vierter Stelle folgt ebenfalls ein asiatischer Akteur, was die Dominanz Asiens bei den Industrieroboterneuinstallationen deutlich macht. In Südkorea wurden 2025 30.200 Roboter neu installiert. Das entspricht einem leichten Rückgang von einem Prozent zum Vorjahr.
Europäische Installationen rückläufig
Europa hinkt der Entwicklung etwas hinterher. Größter Akteur ist hier Deutschland, weltweit auf Platz 5. 41 Prozent aller neuen europäischen Roboterinstallationen entfallen auf Deutschland. Das entspricht 24.800 Einheiten. Die Tendenz ist allerdings eher rückläufig, da die Automobilindustrie als größter Anwender von Industrierobotern derzeit schwächelt.
Die Schwäche der deutschen Automobilindustrie macht sich auch bei den Roboterneuinstallationen bemerkbar.
(Bild: IFR)
In Europa schneiden Italien mit 7800 Robotereinheiten (-11 Prozent) und Frankreich mit 4500 Einheiten (-8 Prozent) bereits deutlich schwächer als Deutschland ab.
Die IFR sieht allerdings weltweit eine anhaltend starke Nachfrage bei Industrierobotern mit regionalen Unterschieden. 2026 soll die Anzahl installierter Einheiten um 9 Prozent auf 655.000 ansteigen, bis 2029 auf 806.000 Einheiten anwachsen. Das liege unter anderem am Bedarf an weiterer Automatisierungstechnik in Hochlohnländern und am ansteigenden Arbeitskräftemangel durch den dortigen demografischen Wandel.
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