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Monday, November 2, 2026

Leistungsstark und vielseitig: Der Vzmore IX9 Max ist ein Mini-PC für hohe Ansprüche

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Leistungsstark und vielseitigDer Vzmore IX9 Max ist ein Mini-PC für hohe Ansprüche

02.11.2026, 18:30 Uhr imageVon Klaus Wedekind

Wenn man einen Mini-PC sucht, der auch bei sehr anspruchsvollen Aufgaben nicht in die Knie geht, ist der Vzmore IX9 Max eine gute Wahl. Sein Innenleben ist bärenstark, er bietet viele Anschlüsse, und Hitze ist für ihn kein Thema.

Mit seinem aktuellen Top-Boliden AX9 Max hat Vzmore bereits eindrucksvoll bewiesen, dass es Mini-PCs herstellen kann, die ans Limit gehen. Der IX9 Max ist zwar nicht ganz so leistungsfähig, aber immer noch stark genug, um auch professionelle Ansprüche zu befriedigen. Außerdem ist er mit einem Preis von knapp 1000 Euro deutlich günstiger zu haben als der AX9 Max.

Trotzdem ist das noch eine Menge Geld, weshalb es gut zu wissen ist, dass man bei Problemen deutsche Ansprechpartner hat. Vzmore ist zwar grundsätzlich ein asiatischer Hersteller, der seinen Hauptsitz in Hongkong hat und Hardware in Taiwan entwickelt und produziert. Die Geräte werden aber aus Deutschland an Kunden versendet, es existiert ein lokaler Support und ein deutsches Team ist laut Vzmore auch für die Qualitätssicherung verantwortlich. Obendrein geht der Hersteller mit einer dreijährigen Garantie über die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren hinaus.

Hochwertiges Gehäuse, viele Anschlüsse

Der IX9 Max hat das gleiche edle Aluminiumgehäuse mit den kompakten Maßen 135 × 131,8 × 57,7 Millimetern und dem auffallenden Logo mit Sportwagen-Anleihen wie der AX9 Max. Er bietet auch grundsätzlich die gleiche Anschlussvielfalt wie der rund 500 Euro teurere Stallgefährte.

Vzmore IX9 Max Test (4 von 5)
Die gut bestückte Rückseite. (Foto: kwe)

Ein wichtiger Unterschied ist allerdings, das der IX9 Max auf der Rückseite lediglich zwei HDMI-2.0-Buchsen hat. Damit unterstützt er bei einer 4K-Auflösung nur eine Bildwiederholfrequenz von 60 Hertz (Hz). Die HDMI-2.1-Anschlüsse des AX9 Max erlauben bei 4K 120 Hz und bieten 8K mit 60 Hz. HDMI 2.0 hat außerdem eine wesentlich niedrigere Bandbreite und unterstützt keine dynamischen Bandbreiten. Spezielle Gaming-Features wie VRR (Variable Refresh Rate) und ALLM (Auto Low Latency Mode) beherrscht der Anschluss ebenfalls nicht.

Ansonsten findet man auf der Rückseite zwei USB-C-Buchsen, die mit USB 4 auf Datenraten bis 40 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) kommen und die Verbindung von zwei 4K-Monitoren oder einem 8K-Bildschirm bei jeweils 60 Hz gestatten. Ein USB-C-Anschluss kann zur Stromversorgung dienen. Eine USB-A-Buchse erlaubt mit USB 3.2 Gen 2 bis zu 10 Gbit/s, eine weitere ist mit USB 2.0 für die Verbindung von genügsamen Peripheriegeräten gedacht. Dazu gibt es zwei 2,5-Gbit-LAN-Anschlüsse.

Auf der Vorderseite sitzen neben einer Kopfhörerbuchse vier USB-A-Anschlüsse mit USB 3.2 Gen 2, von denen einer angeschlossene Geräte mit Strom versorgen kann. Auf der linken Seite befindet sich ein flotter SD-4.0-Kartenleser. Funkverbindungen geht der Vzmore IX9 Max über Wifi 7 und Bluetooth 5.4 ein.

Starker Intel Chip mit verlötetem RAM

Herz des Computers ist die zentrale Recheneinheit (CPU) Intel Core Ultra 9 185H mit integrierter Grafikeinheit Intel Arc. Der Chip kann auf 24 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher (LPDDR5) zugreifen. Das ist ziemlich großzügig, allerdings ist der RAM fest verlötet, kann also nicht getauscht oder erweitert werden.

Beim SSD-Speicher ist das anders. Vzmore liefert den IX9 Max mit einem fetten 1-Terabyte-Riegel (M.2 2280 PCIe Gen4 x4) aus, bis zu 4 TB werden an dieser Stelle unterstützt. Dazu gibt es einen freien SSD-Steckplatz (M.2 2242 PCIe Gen4 x4), den man mit bis zu 1 TB bestücken kann. Im mitgelieferten Handbuch wird erklärt, wie man für einen Wechsel oder zur Ergänzung das Gehäuse öffnet.

Effektive, nicht allzu laute Lüftung

Die Kühlung des Chips übernimmt wie beim AX9 Max ein großer Ventilator an der Unterseite in Kombination mit einer großflächigen Dampfkammer. Die Luft wird über kreisförmig angeordnete Schlitze angesaugt und über große Kühlrippen an der Rückseite ausgeblasen.

Im Energieeffizienz-Modus (20 W) hört man die Lüftung fast gar nicht, auch ausbalanciert (40 W) arbeitet der Mini-PC sehr leise. Wenn er auf beste Leistung (65 W) getrimmt ordentlich ackern muss, hört man die Kühlung deutlich, aber nicht unangenehm laut. Heiß wurde der Mini-PC zu keinem Zeitpunkt.

Leistungsfähiger Multitasker

Was die Höchstleistung betrifft, kommt der IX9 Max nicht an den AX9 Max heran, ist aber speziell im alltäglichen Multitasking kaum schwächer. Im dafür vorgesehenen Benchmark-Test Procyon Essentials erreichte der Mini-PC mit seinem Intel-Prozessor immerhin 4019 Punkte, 300 Punkte weniger als der Kollege mit AMD-Chip. Vor dem Test wurden alle Windows-Updates aufgespielt und die Treiber aktualisiert.

Ähnlich sieht es bei den Grafik-Fähigkeiten aus. In Geekbench 7 kam der IX9 Max auf 30214 Punkte, der AX9 Max auf 31832. Der Unterschied macht sich auch beim Spielen bemerkbar. So ließ sich im Test "Gears of War: E-Day" auch auf dem günstigeren Mini-PC in Full-HD spielen, bei den Einstellungen musste ntv.de aber niedrigere Werte für ein flüssiges Gameplay wählen.

Nur bedingt für lokale LLMs geeignet

Trotz eines neuralen Prozessors (NPU) auf dem Chip hat sich Vzmores Intel-Bolide bei der lokalen Ausführung eines großen KI-Sprachmodells (LLM) als deutlich weniger leistungsfähig erwiesen. Für den Test nutzte ntv.de als Laufzeitumgebung Ollama mit dem kleineren Alibaba-Modell Qwen3:4b.

Gemessen wurde, wie schnell bei gestellten Aufgaben Text generiert wird, also wie viele Tokens pro Sekunde verarbeitet werden können. Ein Token ist die kleinste Einheit, in die eine Sprachmodell Text zur Verarbeitung zerlegt. Das Modell durfte höchstens 500 Tokens erzeugen, die maximale Länge des Textkontexts, den das Modell berücksichtigen darf (Arbeitsbereich), waren 4096 Tokens.

Der IX9 Max kam auf knapp 14 Tokens/s, der AX9 Max erreichte rund 29. Während der AMD-Computer durch mehr Arbeitsspeicher auch größere Modelle betreiben könnte, bleibt der Intel-PC durch den verlöteten RAM limitiert.

Die eingesteckte SSD ist die gleiche wie beim AX9 Max, weshalb sie auch erwartungsgemäß im AS SSD Benchmark stark abgeschnitten hat. Mit rund 4887 Megabyte pro Sekunde (MB/s) beim Schreiben und knapp 4497 Punkten beim Lesen sind die Ergebnisse sogar noch besser als beim AMD-Flaggschiff ausgefallen.

Fazit

Wenn lokal ausgeführte KI-Modelle oder Gaming keine Priorität haben, ist der Vzmore IX9 Max eine fast ebenso leistungsstarke, aber deutlich günstigere Alternative zum AX9 Max. Auf jeden Fall bekommt man einen der aktuell besten Mini-PCs, der nahezu jede Aufgabe flüssig erledigen kann, ohne dabei allzu laut zu werden. Auch beim Intel-Flaggschiff von Vzmore gilt, dass man Geld sparen kann, wenn man auf Aktionen achtet, aktuell sind das im Shop des Herstellers 50 Euro.

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