Steinmeier-Nachfolge: Merz spricht sich für Frau aus
"Gemeinsame Kandidatin" der Union:Steinmeier-Nachfolge: Merz spricht sich für Frau aus
Kanzler Merz hat bisher zwar Sympathien für die Idee bekundet, nun hat er es erstmals klar geäußert: Er wolle eine Frau als Kandidatin für das Bundespräsidenten-Amt vorschlagen.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich dafür ausgesprochen, dass eine Frau auf Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier folgen soll. "Ich werde der Partei eine gemeinsame Kandidatin vorschlagen, eine Kandidatin der politischen Mitte. Ich bin festgelegt, in der Frage, dass es eine Frau werden muss", sagte er bei der nicht-öffentlichen CDU-Kreisvorsitzendenkonferenz in Berlin, wie ZDFheute von Teilnehmern erfuhr.
Merz hatte bereits früher gesagt, dass er Sympathie für eine Kandidatin hätte, sich aber nicht festgelegt. Aus seinem Umfeld hatte es vor wenigen Tagen geheißen, dass er bis zum CDU-Präsidium am 9. November mit den CDU-Landesvorsitzenden, den Ministerpräsidenten und Mitgliedern des CDU-Präsidiums sowie der CSU sprechen wolle. Nach der Präsidiumssitzung würden dann die Gespräche um den Koalitionspartner SPD erweitert und dann mit den Grünen geführt. Ziel sei eine möglichst breite Unterstützung für die Kandidatin oder den Kandidaten in der Bundesversammlung.
Die CDU stellt die meisten Delegierten in der Bundesversammlung und hat das Vorschlagsrecht. CSU-Chef Markus Söder hatte die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) vorgeschlagen. Als mögliche Kandidatinnen werden aber auch Namen wie Bildungsministerin Karin Prien und Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (beide CDU) gehandelt. Die Bundesversammlung entscheidet im Januar über die Nachfolge des aktuellen Bundespräsidenten Steinmeier.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.