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Friday, October 2, 2026

Micasa schliesst Filialen in der Schweiz

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Ex-Möbelhaus der Migros

Micasa schliesst Filialen in der Schweiz

Micasa bekommt neue Besitzer. Eine Schweizer Investorengruppe übernimmt das ehemalige Möbelhaus der Migros. Die hat entschieden, einzelne Häuser der Micasa-Kette zu schliessen.

Publiziert: vor 23 Minuten

Vor gut einem Jahr hat das neue Kapitel für das frühere Möbelhaus der Migros begonnen. Beim Verkauf der Fachmärkte griffen CEO Philipp Agustoni und der damalige COO der Migros Fachmarkt AG, Manuel Landolt, selbst zu: Sie übernahmen Teile von Micasa im Rahmen eines sogenannten Management-Buy-outs. Auch die deutschen und österreichischen Investorenfamilien Brandstetter-Finger und Wiest haben sich an den 30 Filialen beteiligt. Jetzt ist diese Episode des Einrichtungshauses bereits wieder Geschichte.

Denn Micasa braucht Geld. Dieses kommt mit neuen Eigentümern, wie der Finanzblog Inside Paradeplatz zuerst berichtete. «Eine Schweizer Investorengruppe übernimmt 100 Prozent der Aktien der Micasa AG», bestätigt das Möbelhaus gegenüber Blick. Die Geschäftsleitung um Agustoni und Landolt darf bleiben. Die beiden führen die Firma weiterhin operativ. Wer die neuen Besitzer sind, verrät Micasa nicht. Neben frischem Kapital sollen sie aber auch «unternehmerische Erfahrung sowie Kompetenzen in Logistik, Digitalisierung und Technologie» mitbringen. Die deutschen und österreichischen Investoren machen sich also aus dem Staub.

Vier Schliessungen

Neben den Veränderungen in der obersten Etage gibts es auch «organisatorische Anpassungen», wie es die Micasa nennt. Konkret: Vier der 30 Filialen müssen schliessen. Betroffen sind die Standorte in Crissier VD, Langendorf SO, Brügg BE und Buchs SG. Der Laden im Waadtland schliesst per 31. Dezember 2026, die drei weiteren Filialen per 31. Januar 2027.

Wie viele Angestellte gehen müssen, sagt das Einrichtungshaus nicht. «Für die betroffenen Mitarbeitenden werden Anschlusslösungen geprüft», heisst es. Noch bei der Übernahme der Migros konnten alle Angestellten bleiben. Das wird sich jetzt ändern.

Der Möbel-Kampf

Die Micasa-Schliessungen bestätigen, was schon länger bekannt ist: Der Wettbewerb im Schweizer Möbel- und Einrichtungsmarkt mit einem Gesamtumsatz von 4 bis 5 Milliarden Franken ist brutal. Direkte Micasa-Konkurrenten sind Jysk, Mömax und Livique mit Möbeln und Wohnaccessoires für Haus und Garten. Sie positionieren sich im mittleren Preissegment und locken wöchentlich mit Rabatten.

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Nicht zu vergessen: der schwedische Möbelriese Ikea und die Discounter Conforama und Lipo, die sich an Konsumentinnen mit kleinem Budget richten. Häufig in der Werbung zu sehen ist derzeit auch Beliani. Druck kommt auch vom Online-Möbelhaus Home24. An Kunden mit einem grösseren Portemonnaie richten sich die Ketten Möbel Pfister, Möbel Märki und Schubiger Möbel, teilweise auch XXXLutz.

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