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Friday, October 30, 2026

heise+ | Bidirektionales Laden: Speditionen könnten zehn Prozent Energiekosten sparen

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Elektro-Lkw könnten in Speditionen auch als Stromspeicher für den Betriebshof oder das öffentliche Netz dienen. Ob sich das lohnt, will das Forschungsprojekt SPIRIT-E unter Leitung der Technischen Universität München (TUM) herausfinden. Eine erste Analyse der über drei Jahre erhobenen Werte zeigt jetzt, dass sich eine bidirektionale Ladefunktion für Lkw und Betriebshof unter bestimmten Bedingungen lohnen würde.

Der Versuch fand von August 2023 bis Oktober 2026 im Realbetrieb der Spedition Schmid in Regensburg statt, in der ein elektrischer Sattelzug als Pufferspeicher für den Betriebshof diente. Ein MAN eTGX mit 480 kWh nutzbarer Batteriekapazität speiste über eine bidirektionale Gleichstrom-Ladesäule mit bis zu 350 Kilowatt ins lokale Energienetz des Depots und ins öffentliche Netz zurück, außerdem lud er andere Fahrzeuge. Aus den Daten geht hervor, dass Speditionen ihre Energiekosten so um rund zehn Prozent senken könnten, unter Bestbedingungen sogar bis zu 20 Prozent.

SPIRIT-E steht für „Shared Private Charging Infrastructure and Reservation for Bidirectionally Integrated Truck Electrification“. Die TUM leitete das Konsortium, zu dem außerdem Fraunhofer IEE, die Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE), SBRS (Shell), TenneT, Hubject, Consolinno Energy und MAN Truck & Bus gehörten. Die Projektseite des Konsortiums nennt abweichend eine Rückspeiseleistung von bis zu 375 Kilowatt. TUM und MAN geben für den konkreten Versuch mit dem eTGX dagegen übereinstimmend 350 Kilowatt an.

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