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Sunday, November 1, 2026

Rätsel um die Wikinger-Königin

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Nach der Untersuchung im Krankenhaus von Vejle steht fest: Die Tote ist vor langer Zeit gestorben. Daraufhin macht eine faszinierende Geschichte über ihre Identität die Runde. Wurde im Moor nahe des Gutshofs Haraldskær eine Wikinger-Königin geborgen?

Ist die Moorleiche die Wikingerkönigin Gunhild?

Der dänische Historiker Niels Matthias Petersen ist überzeugt, dass es sich bei der Frau um Königin Gunhild aus dem 10. Jahrhundert handelt, die der Legende nach vom dänischen König Harald I. "Blauzahn" nach Dänemark gelockt, getötet und im Moor versenkt wurde. Diese Deutung ist so populär, dass König Friedrich VI. sie bald nach ihrem Auffinden in einem Kiefernholzsarg in der Kirche von Vejle beisetzen lässt.

Doch es gibt auch Gegenstimmen. Nach Auffassung des jungen Archäologen Jens Jacob Asmussen Worsaae stammt die Tote aus der Eisenzeit und könnte Opfer einer rituellen Tötung gewesen sein.

Wissenschaft löst das Rätsel der Haraldskær-Frau

Aus welcher Epoche sie stammt, kann lange Zeit nur spekuliert werden. 1977 soll eine Altersbestimmung mittels Radiokohlenstoffdatierung Gewissheit bringen. Laut dieser Untersuchung stammt die Tote aus der vorrömischen Eisenzeit. Eine neuere Messung datiert eine Probe mit hoher Wahrscheinlichkeit in den Zeitraum 409 bis 263 vor Christus; eine weitere Probe ergab 200 bis 50 vor Christus. Eines belegen die Untersuchungen allerdings eindeutig: Die Frau fand einen gewaltsamen Tod. Kann die Wissenschaft das Rätsel um die mysteriöse Tote von Haraldskær lösen?

Zwischen Mythos und Wissenschaft: Moorleichen erzählen von Gewalt, Ritualen und falschen Legenden. Moderne Untersuchungsmethoden liefern Hinweise auf Geschlecht, Alter, Datierung und Verletzungen.

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