RTP DesportoCiclista de Viana do Castelo propõe-se pedalar 4.700 quilómetrosThe Jerusalem PostWATCH: Israel honors October 7 victims, heroes at second Mount Herzl ceremonyESPNFive scenes from LeBron's first Sixers training camp: meetings, group chats and 'the vision'ESPN DeportesBraves saca triunfo de Los Ángeles y va a casa 1-1PunchPolice probe officers caught on hidden camera extorting Lagos dispatch riderDaily MaverickLOCAL ELECTIONS 2026: Manifesto test: IFP offers more financial support for traditional leadersInquirerIlocos Norte town gives teachers, staff P1,000 Teachers’ Day incentiveZDF heuteEntdecken Sie das ZDF-NachrichtenstudioGolem.deStephen Wolfram: KI kann Mathematiker nicht ersetzenObservador DesportoAs notícias das 14hCNN بالعربيةإثيوبيا تصدر بيانًا بشأن نهر النيل والبحر الأحمر وتحذر من "المقاربات الصفرية"
The Daily Newsstand · Free, Always
Monday, October 5, 2026

Schutz vor Lawinen schwindet: Trockenheit setzt Alpenwäldern bis in Gipfelnähe zu

Translate

Schutz vor Lawinen schwindetTrockenheit setzt Alpenwäldern bis in Gipfelnähe zu

05.10.2026, 14:06 Uhr

492990191
Wenn dem Berg die Bäume schwinden, wird das ein Problem für die Dörfer im Tal. (Foto: picture alliance / Zoonar)

Dass tiefer gelegene Wälder unter Dürre leiden, ist bekannt. Doch auch auf über 2000 Metern Höhe schwinden mittlerweile die Bäume, wie Schweizer Forschende zeigen. Besonders die mächtigen, dominanten Bäume sterben ab und verändern ganze Bestände.

Bisher galten Bäume in den Höhenlagen der Alpen als relativ widerstandsfähig gegen den Einfluss des Klimawandels. Nun zeigt eine Bestandsaufnahme aus der Schweiz: Selbst in der subalpinen Höhenstufe, die bis auf gut 2200 Meter reicht, dünnen viele Waldbestände aus. Das ist auch deshalb beunruhigend, weil die Wälder Siedlungen in den Tälern vor Naturkatastrophen wie Lawinen, Erdrutschen und Sturzfluten schützen können.

"Dass Bäume in den größten Höhen weitgehend gegen den schlimmsten Effekt von Sommerdürren abgeschirmt sind, wie es bis vor Kurzem noch der Fall war, stimmt nicht mehr", sagte Estelle Noyer von der Fachhochschule Bern. "Selbst in einer Höhe von 2200 Metern sinkt die Zahl der Bäume pro Forstbestand wegen des Schwunds oder Absterbens vor allem der großen, dominanten Bäume."

Dass Klimaschwankungen Wäldern zusetzen können, ist bekannt. Auch in Deutschland zeigen die jährlichen bundesweiten Bestandsaufnahmen deutliche Schäden durch Hitze und Trockenheit. In der Schweiz gelten Bäume in den unteren Höhenlagen als besonders anfällig. Dagegen dachte man bisher, jene in den höheren Zonen seien widerstandsfähiger, etwa weil die Schneedecke und über lange Phasen niedrigen Temperaturen die Böden feucht halten.

Die nun im Fachjournal "Frontiers in Forests and Global Change" veröffentlichte Studie widerspricht dieser Einschätzung. Das Team um Noyer wertete neben Satellitenbildern Daten aus dem Schweizer Landesforstinventar (LFI), das alle Forstbestände enthält, für den Zeitraum von 1983 bis 2022 aus. Dabei werden in repräsentativen Arealen unter anderem die Stammdurchmesser in Brusthöhe vermessen.

Weniger Niederschläge auch in den Bergen

Die Forschenden konzentrierten sich auf jene Areale, die als Schutz vor Naturgefahren wie etwa Lawinen gelten und in denen nicht gerodet wurde. Dort werteten sie die Entwicklung der Bestände für verschiedene Höhenlagen zwischen rund 280 und gut 2200 Metern aus.

Das Ergebnis: In der untersten Höhenstufe stieg der Anteil der von Baumschwund betroffenen Bestände von 1983 bis 2022 am deutlichsten - von 11,1 auf 30,4 Prozent, im unteren montanen Bereich, der ab 600 Metern beginnt, von 17,4 auf 21,4 Prozent. In den höheren Lagen bis gut 2200 Metern sank der Anteil zwar in der Zeit um das Jahr 2000, stieg dann aber zuletzt auf knapp 19 Prozent.

Grund dafür war vor allem Trockenstress, verursacht auch durch einen temperaturbedingt höheren Wasserbedarf. Auch in den höheren Lagen wurden die Niederschläge spärlicher, hinzu kommt der Rückgang der Gletscher. Allerdings betonen die Wissenschaftler, dass die Entwicklung der Waldbestände durchaus unterschiedlich war. Das führen sie unter anderem auf die Zusammensetzung der Arten zurück.

In den Wäldern seien in den Höhenlagen vor allem empfindlichere und größere Bäume abgestorben - dies verändere die Zusammensetzung der Bestände. Angesichts des zu erwartenden weiteren Trends zu mehr Dürrephasen seien angepasste Forststrategien gefragt, betont das Team. Das betreffe nicht nur die Schweiz, sondern auch andere europäische Länder mit Gebirgszügen.

"Die entscheidenden offenen Fragen drehen sich darum, wie schnell sich die Zusammensetzung der Waldarten ändern wird, und wie Förster Wälder widerstandsfähiger machen können durch vielschichtige und vielfältige Bestände", so Noyer.

View the original on n-tv →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.