Druck auf Wien ausgeübt: USA sollen iranische Teilnahme an IAEA-Tagung verhindert haben

Druck auf Wien ausgeübtUSA sollen iranische Teilnahme an IAEA-Tagung verhindert haben
14.09.2026, 12:56 Uhr

Die USA begründen ihren Krieg gegen den Iran unter anderem mit dessen Atomprogramm. Bei einer Tagung der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien wollen sie die Mullahs allerdings nicht sehen. Dabei war der Chef der iranischen Atomenergiebehörde bereits auf dem Weg dahin.
Der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Mohammed Eslami, ist nach Angaben des staatlichen Fernsehens auf Druck der USA an der Teilnahme an einer internationalen Sitzung in Wien gehindert worden. "Mohamed Eslami und seine Delegation hatten am Samstag einen Linienflug nach Wien genommen, wurden aber auf dem Weg dorthin wegen Hindernissen durch die USA aufgehalten", berichtete das iranische Fernsehen. Demnach kehrte Eslami bereits wieder nach Teheran zurück.
Eslami war zur Jahrestagung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien erwartet worden, die noch bis Freitag andauern soll. Im vergangenen Jahr hatte er dort noch für den Iran, der der Organisation angehört, eine Rede gehalten. Aus diplomatischen Kreisen in Wien verlautete, dass Eslami die Einreise nach Österreich auf Drängen der USA verweigert worden sei. Teheran bestellte den österreichischen Botschafter ein, um gegen diese Entscheidung zu protestieren.
"Die Weigerung der österreichischen Regierung, der Delegation der Islamischen Republik Iran Visa auszustellen, ist eine völlig ungerechtfertigte Entscheidung", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei. "Es ist für uns offensichtlich, dass dieser Vorfall aufgrund von Druck der USA stattfand, aber das enthebt die österreichische Regierung nicht aller Verantwortung", fügte er hinzu.
Die USA und Israel hatten ihren am 28. Februar begonnenen Krieg gegen den Iran damit begründet, dass dessen Atomprogramm eine Gefahr darstelle. Die beiden Länder vermuten ebenso wie Europäer bereits seit Jahrzehnten, dass die Islamische Republik sich mit Atomwaffen ausrüsten wolle. Teheran weist dies kategorisch zurück.
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