The Jerusalem PostTo oust Netanyahu, Liberman needs the parties he promised to keep out - analysisInquirerPalace wants probe into Romualdez’s 24/7 QC jail aideBollywood HungamaAjay Devgn purchases 2-acre agricultural land in Karjat for Rs 1.6 croresגיקטייםסוף הדרך: טסלה מחסלת את ה-CybertruckScreen RantAfter Brand New Day, Spider-Man Is Officially Switching Protagonists In 2027ZDF heuteAktuelle Pressemitteilungen des ZDFVanguard2027: Heaven won’t fall if Atiku isn’t on the ballot — Keyamoيورونيوزأوزبكستان تسجل حصادًا قياسيًا للقطن وميرضييوف يرفع هدف غلّة 2027CBS NewsMusk says Tesla will end Cybertruck production next yearIl Fatto QuotidianoL’esercito israeliano fa saltare la visita dell’ex premier Olmert in Cisgiordania: “Dovevo aiutare una famiglia palestinese. La scorta? Sì, per difendermi dai coloni terroristi”BillboardTom Jones Thought His Life Was ‘Over’ After Recent Battle With the Flu: ‘You’ve Had a Wonderful Life’SportstarPortugal squad for Nations League — Post-Ronaldo era begins; Full list of players
The Daily Newsstand · Free, Always
Friday, November 6, 2026

«Die Auto Zürich ist nicht nur Schaufenster»

Translate

Auto-Zürich-Chefs im Blick-Interview

«Die Auto Zürich ist nicht nur Schaufenster»

Noch bis Sonntagabend werden rund 70'000 Besuchende die Ausstellungshallen der Messe Zürich bevölkern. Trotz Stress und Zeitdruck nehmen sich die Auto-Zürich-Organisatoren Ines Nägeli, Karl Bieri und Mark Nikolaus Backé Zeit, um unsere Fragen zu beantworten.

Publiziert: vor 16 Minuten

  • Bundesrat Albert Rösti eröffnete die 39. Auto Zürich und diskutierte über Mobilität, Verkehr und Energie
  • Die Messe erwartet rund 70'000 Besuchende, mit so vielen Ausstellern und China-Marken wie nie zuvor
  • Die Auto Zürich bleibt auch künftig bei vier Tagen im Herbst und fokussiert wegen knapper Fläche auf Neuwagen
RMS_Portrait_948.JPG

Raoul SchwinnenRedaktor Auto & Mobilität

Blick: 22 Jahre nach Christoph Blocher eröffnete mit Albert Rösti wieder ein Bundesrat die Auto Zürich. Ein Ritterschlag für die inzwischen grösste Automesse der Schweiz?

Karl Bieri: Wir empfinden den Besuch als grosse Wertschätzung. Weniger für uns Organisatoren als für die ganze Branche. Er zeigt den Stellenwert der individuellen Mobilität in der Schweiz. Mit Albert Rösti war zudem der UVEK-Vorsteher bei uns. Also der Chef jenes Departements, das die Rahmenbedingungen für Verkehr und Energie setzt. Genau diese Fragen beschäftigen unsere Aussteller und Besucher: Wie gelingt der Wandel bei den Antrieben, ohne dass Mobilität zum Luxus wird? Dass diese Diskussion mitten in einer Messe geführt wird, die Zehntausende besuchen, ist für uns der eigentliche Ritterschlag. Die Auto Zürich ist nicht nur Schaufenster. Sie ist auch Plattform für den Dialog zwischen Politik, Branche und Publikum.

Wird die Auto Zürich 2026 zur Messe der Rekorde? Noch nie gab es so viele Aussteller, noch nie waren so viele China-Marken vertreten. Und fällt auch erstmals die 70'000er-Marke bei den Besuchern?

Bieri: Das wissen wir erst am Sonntagabend. Die ersten Tage stimmen uns aber sehr optimistisch: Die Hallen sind gut gefüllt. Wichtiger als jeder Rekord ist uns aber, dass sich die Besucher wohlfühlen und die Aussteller mit wertvollen Kontakten nach Hause gehen.

Ines Nägeli: Die vielen China-Marken zeigen, dass die Schweiz als offener Automarkt wahrgenommen wird. Fürs Publikum bedeutet dies mehr Wettbewerb. Davon profitieren am Ende alle Kundinnen und Kunden. Gleichzeitig sind bei uns fast alle in der Schweiz erhältlichen Marken vertreten. Diese Vielfalt bietet in Europa kaum eine andere Messe.

Der Genfer Autosalon fand über zehn Tage und zwei Weekends statt. Trotz riesigem Interesse dauert die Auto Zürich weiterhin nur vier Tage. Planen Sie Anpassungen?

Bieri: Die Auto Zürich bleibt bis auf Weiteres bei vier Tagen – aus Überzeugung. Genf war ein internationaler Salon mit Weltpremieren und einem entsprechend hohen Aufwand für die Hersteller. Wir verfolgen bewusst ein anderes Modell: Die Auto Zürich soll für Aussteller und Besucher nahbar und erschwinglich bleiben. Jeder zusätzliche Messetag kostet die Aussteller Personal und Geld und fehlt ihnen im Tagesgeschäft. Das gilt besonders für Importeure und Händler, die ihre Teams aus dem Verkauf abziehen. Vier Tage bündeln dagegen das Interesse: Die Hallen sind voll, die Stimmung ist gut und jeder Messetag lohnt sich wirtschaftlich.

Vergangenes Jahr antworteten Sie auf die Frage nach längeren Öffnungszeiten, dass Sie darüber nachdenken. Jetzt ist am Weekend erneut um 19 Uhr Schluss. Würden längere Öffnungszeiten den Besucherstrom nicht besser verteilen?

Nägeli: Wir haben das geprüft und uns bewusst fürs bewährte Modell entschieden. Am Donnerstag und Freitag haben wir bis 21 Uhr geöffnet. Diese Abende sind bei Berufstätigen sehr beliebt. Am Wochenende hat das Publikum einen anderen Rhythmus: Viele Familien kommen früh und gehen auch wieder früh. Dazu kommen die Standteams der Aussteller. Sie stehen vier Tage lang im Einsatz – und am Sonntagabend beginnt der Abbau.

Nach dem Aus des Genfer Salons gabs Bestrebungen, die Auto Zürich vom Herbst in den Frühling vorzuverlegen. Ist diese Idee gestorben?

Bieri: Wir haben die Idee nach dem Aus von Genf sorgfältig geprüft. Der Herbst ist und bleibt unser Termin. Die nächste Auto Zürich findet vom 4. bis 7. November 2027 statt. Dafür gibt es gute Gründe. Der Termin ist seit fast 40 Jahren im Kalender von Publikum und Branche fest verankert. Viele Hersteller lancieren im Herbst ihre Modelle fürs neue Jahr. Und unsere Besucher können sich vor dem Jahreswechsel informieren, wenn viele Kaufentscheide anstehen. Eine Verschiebung hätte unseren Ausstellern einen echten Mehrwert bringen müssen – und den sehen wir derzeit nicht.

Den Tuning-Bereich, einst wichtiger Bestandteil der Auto Zürich, gibts nicht mehr. Wird dieser eines Tages wieder integriert?

Nägeli: Die Fläche der Messe Zürich ist begrenzt. Und die Nachfrage der Neuwagenmarken so gross wie nie. Wir mussten Prioritäten setzen. Aus demselben Grund verzichten wir heuer auch auf den Motorrad-Bereich. Das ist kein Entscheid gegen diese Themen, sondern ein Entscheid für den Kern der Messe. Welche Themen wir künftig zusätzlich integrieren, prüfen wir laufend. Entscheidend ist immer, ob sie Ausstellern und Besuchern einen echten Mehrwert bieten.

Kommendes Jahr feiert die Auto Zürich das 40-Jahr-Jubiläum. Planen Sie spezielle Aktionen, etwa Gratiseintritt für alle 40-Jährigen?

Bieri: Die Idee nehmen wir gern als Anregung mit. Sie passt gut zu einer Messe, die nahbar sein will. Ein Blick zurück gehört an einem Jubiläum natürlich dazu: 1987 fand die erste Auto Zürich in einer einzigen Halle statt, heute belegt sie die Hallen 1 bis 6 plus Penthouse der Messe Zürich.

Marc Backé: Ein solches Jubiläum lädt auch dazu ein, das Format Messe einmal mehr auf den Prüfstand zu stellen. Wir fragen uns, welche zeitgemässen Lösungen Ausstellern und Besuchern noch mehr bieten. Das betrifft etwa die Leadgenerierung oder die Frage, wie sich die Interaktion zwischen Ausstellern und Besuchern über die vier Messetage hinaus verlängern lässt. Effekthascherei interessiert uns nicht. Uns interessieren Konzepte, denen unsere Aussteller und Besucher einen echten Mehrwert attestieren.

Ihr persönliches Messe-Highlight?

Bieri: Der Moment am Donnerstagmorgen, als erstmals die Türen öffneten.

Nägeli: Die vielen positiven Rückmeldungen, die all die Anstrengungen der vergangenen 361 Tage mehr als wettmachen.

Backé: Zu sehen, wie gut unsere Innovationen wirken, allen voran die Testfahrten der EV Experience.

View the original on Blick →

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.