US Open – Michelle Obama scheitert als Edelfan – und finanzieller Wirbel

Die frühere First Lady Michelle Obama auf den Rängen kann nicht verhindern, dass die Lokalmatadorinnen an den US Open beim Kampf um ein Final-Ticket leer ausgehen. Aufregung gibt's auch neben dem Court.
In beiden US-Open-Halbfinals blieb für die zwei einheimischen Spielerinnen der Weg am Heim-Grand-Slam ins Endspiel vom Samstag (ab 22:00 Uhr live auf SRF zwei) versperrt.
- Zunächst macht Aryna Sabalenka (BLR/WTA 1) mit Jessica Pegula (WTA 3) aus Buffalo mehr oder weniger kurzen Prozess.
- Hinterher sticht auch der Trumpf Coco Gauff (WTA 4) nicht: Die Flushing-Meadows-Championne von 2023 mit damals 19 Jahren muss trotz Satz-Führung am Ende Jelena Rybakina (KAZ/WTA 2) gratulieren.
In beiden Fällen litt die frühere First Lady Michelle Obama in der ersten Reihe auf der Ehrentribüne – letztlich vergebens – mit.
Ein US-Edelfan winkt ins Publikum
In der dramatischen Schlussphase Rybakina vs. Gauff schlug Obama die Hände über dem Kopf zusammen. Mit der 62-Jährigen schrien mehr als 20'000 Zuschauende entsetzt auf: Im Moment, als Fanliebling Gauff einen Smash ins Aus schmetterte, war der Traum der US-amerikanischen Fans von einer Lokalmatadorin beim Schlussbouquet geplatzt.
Im Vergleich dazu ist die neutrale Anhängerschaft entzückt: Mit Sabalenka und Rybakina machen die Top 2 der WTA-Ranglistenspitze die Trophäe unter sich aus. Unabhängig des Ausgangs wird Sabalenka per Montag von Rybakina als Leaderin auf dem Thron abgelöst.
Ein Boom – und doch ein anbahnendes Desaster
Die US Open erfreuen sich also gerade eines herausragenden Frauen-Turniers. In der Vorschlussrunde waren die Top 4 der Setzliste vereint – in der Profi-Geschichte des Events gab es dies bislang einzig vor 51 Jahren. Auch abseits boomt das Frauen-Tennis: In den Top 10 des Forbes-Rankings der bestverdienenden Tennisprofis finden sich erstmals überhaupt mehr Spielerinnen als männliche Akteure.
Und doch sorgt ein Bericht über die finanzielle Situation der WTA-Profi-Organisation auf der Zielgeraden im «Big Apple» für Wirbel. Wie der britische Telegraph berichtete, soll die WTA zum Saisonende nur noch über 15 Millionen US-Dollar (12,2 Mio. Schweizer Franken) an Reserven verfügen.
Der Verlust für das Jahr 2026 sei mit 23 Mio. prognostiziert – demnach würde die WTA kommendes Jahr ihr Polster aufgebraucht haben, sollte sich der Trend fortsetzen. Ein Grossteil des Defizits sei mit der vorzeitigen Auflösung des Vertrags mit Saudi-Arabien über die Ausrichtung der WTA Finals begründet, heisst es weiter. Noch lässt die Stellungnahme seitens WTA auf sich warten.
KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.