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Thursday, October 15, 2026

Bei ManUtd verlieren neue Spieler besonders stark an Wert

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Bundesligist an der Spitze

Bei ManUtd verlieren neue Spieler besonders stark an Wert

Um über 400 Millionen Euro ist der Marktwert von ManUtd-Neuverpflichtungen in den letzten fünf Jahren abgesackt – europäischer Rekord. Der Klub mit dem stärksten Zuwachs kommt aus Deutschland.

Publiziert: vor 48 Minuten

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Gian-Andri BaumgartnerRedaktor Sport

Stiess ein Spieler in letzter Zeit zu Manchester United, verringerte sich sein Marktwert deutlich – zumindest im Durchschnitt. Dies geht aus einer Auswertung des Internationalen Zentrums für Sportstudien (CIES) mit Sitz in Neuenburg hervor. Demnach haben von den Red Devils in den letzten fünf Jahren verpflichtete Spieler während ihrer Zeit im Old Trafford insgesamt 405 Millionen Euro an Marktwert verloren.

Diese Zahl setzt sich aus einem Transferminus von 186 Millionen Euro und einem Wertverlust von Spielern, die noch bei ManUtd unter Vertrag stehen, in der Höhe von 219 Millionen Euro zusammen. Der Einbruch dürfte insbesondere mit zwei Transfers zu tun haben: Jadon Sancho (kam 2021 für 85 Millionen Euro aus Dortmund) und Antony (kam 2022 für 95 Millionen Euro von Ajax) kosteten einst viel, brachten bei ihren Abgängen aber einen Bruchteil dieses Geldes ein. Antony wechselte im letzten Jahr für 25 Millionen Euro zu Betis Sevilla, Sancho ist seit diesem Sommer vereinslos.

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Nur Saudi-Klub ist noch schlechter

Unter den europäischen Top-Klubs ist ManUtd damit das Schlusslicht – bei keinem anderen Verein haben neu verpflichtete Spieler insgesamt mehr an Wert verloren. Noch schlechter ist die Bilanz einzig bei Al-Hilal aus der Saudi Pro League (-500 Millionen Euro), das sich etwa mit den Millionentransfers von Neymar, Malcom und Aleksandar Mitrovic (gingen alle ablösefrei) gründlich verschätzt hat.

Gesellschaft auf den letzten Positionen des Rankings erhält Manchester United von einem Ligakonkurrenten: Tottenham. Allerdings liegt das Minus bei den Spurs mit 188 Millionen Euro weniger als halb so hoch wie bei ManUtd, dazu haben sie in den letzten fünf Jahren einen Transfergewinn geschrieben.

Beim Wertverlust von Spielern, die noch Teil des eigenen Kaders sind, steht Tottenham mit einem Minus von 234 Millionen Euro aber so schlecht da wie kein anderer ausgewerteter Klub.

Eintracht punktet mit Transfers

Auf der anderen Seite der Gefühlsskala steht Eintracht Frankfurt: Der Bundesligist hat mit 293 Millionen Euro den höchsten Gesamt-Transfergewinn aller europäischen Klubs vorzuweisen, dazu haben auch die Spieler, die noch für die Adler spielen, ihren Marktwert um insgesamt über 200 Millionen Euro steigern können.

Mit einer Summe von 527 Millionen Euro hat die Eintracht beim gesamten Wertzuwachs gegenüber Real Madrid damit einen hauchdünnen Vorsprung. Bei den Königlichen fallen die Erlöse aus Spielerwechseln deutlich geringer aus, dafür sind sie Rekordhalter beim Wertgewinn von eigenen Spielern.

Bei YB fehlt der Rekord-Abgang

Dafür verantwortlich ist aber nicht nur Real selbst, wie das Beispiel von Kylian Mbappé zeigt: Der französische Goalgetter kam 2024 ablösefrei von PSG in die spanische Hauptstadt, weshalb bei seiner Verpflichtung von einem Null-Wert ausgegangen wird. Tatsächlich lag sein Marktwert damals aber bereits bei über 150 Millionen Euro und damit in einem ähnlichen Bereich wie heute – eine wirkliche Steigerung hat bei Real Madrid entgegen den CIES-Angaben also nicht stattgefunden.

Aus der Super League sind mit YB und Basel zwei Vereine aufgeführt, wobei die Bebbi gegenüber dem Ligarivalen vor allem bei den Transfererlösen die Nase deutlich vorn haben (97 versus 17 Millionen Euro). Bei den Bernern fliesst allerdings der Rekordabgang der letzten fünf Jahre nicht in die Wertung ein: Fabian Rieder, der 2023 für 15 Millionen Euro nach Rennes gewechselt ist, entstammt der eigenen Nachwuchsabteilung und ist vom CIES damit explizit ausgenommen.

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