Schülerproteste eskalieren: Brände, Gewalt und 1950 Festnahmen

Proteste: Schüler zünden Schulhaus an und greifen Schulleiter an
Im westfranzösischen Nantes ist bei den landesweiten Schülerprotesten die Eingangshalle einer Schule angezündet worden. Auch in anderen Städten kam es zu Bränden, Sachbeschädigungen und gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei.
In Marseille wurden mehrere Busse und ein Feuerwehrauto angezündet. An mehreren Orten wurden zudem Schulleiter angegriffen. Bis Donnerstagabend wurden laut Innenministerium landesweit 1949 Menschen festgenommen. 305 Polizisten und Gendarmen wurden demnach verletzt.
Die Proteste richten sich unter anderem gegen Lehrermangel, überfüllte Klassen, marode Schulgebäude und belastende Stundenpläne. Mehr als 1000 der rund 3700 weiterführenden Schulen Frankreichs waren am Donnerstag von Protestaktionen betroffen, 222 Schulen wurden blockiert.
Die Regierung verdächtigt die linkspopulistische Partei La France Insoumise (LFI), hinter der Protestbewegung zu stehen. Das Umfeld von Premierminister Sébastien Lecornu berief sich dabei auf Erkenntnisse der Geheimdienste. LFI weist die Vorwürfe zurück. (Mit Material von AFP)
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