US-Notenbank erhöht Leitzins erstmals seit 2023
Eilmeldung
Maßnahme gegen hohe Inflation US-Notenbank erhöht Leitzins erstmals seit 2023
Stand: 16.09.2026 • 20:17 Uhr
Im Kampf gegen die hartnäckig hohe Inflation hebt die US-Notenbank Fed den Leitzins an. Er wurde um einen Viertelpunkt erhöht - auf die neue Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. Experten hatten mit diesem Schritt gerechnet.
Die US-Notenbank macht im Kampf gegen die hohe Inflation ernst und erhöht den Leitzins - erstmals seit Mitte 2023. Der geldpolitische Schlüsselsatz wurde um einen Viertelpunkt angehoben, und zwar auf die neue Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent.
Viele Experten hatten damit gerechnet. Denn die vom Energiepreisschock infolge des Iran-Kriegs befeuerte Inflation zeigte sich zuletzt äußerst hartnäckig. Die Federal Reserve achtet besonders auf ein Inflationsmaß, das auf die Konsumgewohnheiten der Verbraucher zugeschnitten ist - im Fachjargon PCE-Index genannt. Die daraus berechnete Teuerungsrate lag im Juli wie bereits im Juni bei 3,7 Prozent.
Weitere Inflationsgefahr durch hohen Ölpreis
Der seit Mai amtierende Notenbankchef Kevin Warsh hatte Handlungsbereitschaft der Notenbank signalisiert, falls die Inflation nicht nachlassen sollte. Die Teuerung hält sich bereits seit Jahren über dem Zielwert der Federal Reserve. Und jüngst setzte der Ölpreis zu einem neuen Höhenflug an, was weitere Inflationsgefahr heraufbeschwören dürfte.
Lange hatten sich an den Finanzmärkten Zweifel gehalten, ob die Notenbank den Schritt nach oben wagen würde - auch, weil US-Präsident Donald Trump die unabhängigen Währungshüter immer wieder unter Druck setzte, die Zinsen entgegen der gängigen Lehrmeinung in Zeiten hoher Inflation zu senken.
Trump hatte Warsh im Mai ins Amt gebracht. Dabei hatte er klargemacht, dass er von dem Neuen eine lockerere Linie erwartete, als sie Warshs Vorgänger Jerome Powell betrieben hatte.
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