Beauty-Pfusch in Winterthurer Nagelstudio

Polizei findet verbotene Produkte
Beauty-Pfusch in Winterthurer Nagelstudio
Die Kantonspolizei Zürich entdeckte in einem Nagelstudio in Winterthur über 100 Spritzen und Botox-Präparate. Die Besitzerin steht im Verdacht, ohne Zulassung medizinische Behandlungen durchgeführt zu haben.
Publiziert: vor 48 Minuten
Aktualisiert: vor 27 Minuten
- Polizei entdeckt Botox und Spritzen in Nagelstudio in Winterthur ZH
- Besitzerin führte Behandlungen ohne erforderliche Voraussetzungen durch
- Über 100 Spritzen, 2'800 Nagellacke und Lasergeräte sichergestellt
Mattia JutzelerRedaktor News
Bei einer Kontrolle in einem Nagelstudio in Winterthur ZH findet die Kantonspolizei Zürich unter anderem über 100 Spritzen und Botox-Präparate. Es besteht der Verdacht, dass die 39-jährige Besitzerin medizinische und kosmetische Behandlungen ohne die dafür erforderlichen Voraussetzungen durchgeführt hat.
Die Beamten führten zusammen mit dem Amt für Wirtschaft die Gewerbekontrolle in dem Nagelstudio am Unteren Graben in der Altstadt durch. Dabei stellten die Verantwortlichen zunächst Nagellacke mit einem verbotenen Inhaltsstoff fest.
Botox und Spritzen im Keller gefunden
Bei der weiteren Durchsuchung stiessen die Polizistinnen und Polizisten im Keller dann auf zahlreiche Medikamente, Medizinprodukte und medizinisches Verbrauchsmaterial. Sichergestellt wurden unter anderem über 100 Spritzen, mehrere Hundert Spritzennadeln, Botox-Präparate, über 100 Hyaluron-Produkte sowie rund 2'800 Nagellacke mit einem verbotenen Inhaltsstoff. Zudem wurden zwei Lasergeräte sichergestellt.
Für weitere Abklärungen wurde die kantonale Heilmittelkontrolle beigezogen, heisst es in einer Mitteilung. Die 39-jährige Schweizerin muss sich wegen verschiedener Widerhandlungen gegen die Gesundheits- und Heilmittelgesetzgebung vor der Staatsanwaltschaft verantworten.
Ähnlicher Vorfall in Stadt Zürich
Der Vorfall erinnert an eine Geschichte vom April. Damals verhaftete die Kantonspolizei Zürich zwei ukrainische Staatsangehörige. Ermittlungen ergaben, dass die beiden Frauen ohne die erforderliche Arbeitsbewilligung kosmetische Behandlungen wie Botox-, Hyaluron- sowie Laseranwendungen angeboten und durchgeführt hatten. Bei der Hausdurchsuchung stellten die Einsatzkräfte mehrere Tausend Franken Bargeld, zwei Lasergeräte sowie diverse Substanzen sicher, darunter Botox, Hyaluron und weitere teilweise rezeptpflichtige Medikamente, welche die Beschuldigten illegal in die Schweiz eingeführt hatten.
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