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Sunday, November 8, 2026

Schwere Schäden an der Fassade : Huthis treffen berühmten Aramco-Wolkenkratzer in Riad

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Schwere Schäden an der Fassade Huthis treffen berühmten Aramco-Wolkenkratzer in Riad

08.11.2026, 14:23 Uhr

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huthi
Die Glasfassade des Aramco-Towers wurde bei dem Angriff über mehrere Stockwerke zerstört. (Foto: X/AryJeayBackup)

Saudi-Arabien präsentiert sich öffentlich als sicherer Ort für Tourismus und Geschäfte. Doch die beinahe täglichen Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz rütteln an dem Bild. Ein neuerlicher Angriff trifft den Staat mitten in der Hauptstadt.

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat im Zentrum der saudischen Hauptstadt Riad einen bekannten Wolkenkratzer angegriffen. Das Verwaltungsgebäude des staatlichen Ölkonzerns Aramco sei getroffen worden, teilt das saudische Energieministerium mit. Trümmerteile seien auf das Gebäude gefallen und hätten "begrenzten Schaden" verursacht. Tote oder Verletzte habe es nicht gegeben.

Im Internet kursiert ein Video, das schwere Schäden am Aramco Tower im Zentrum von Riad zeigt. Darin ist zu sehen, dass die Glasfassade über mehrere Stockwerke zerstört wurde. Das 34 Stockwerke hohe Gebäude ist im Besitz Aramcos und liegt im zentralen Geschäftsbezirk von Riad. Dort stehen die bekanntesten Wolkenkratzer der Stadt.

Liegenschaften des Ölkonzerns wurden immer wieder Ziel von Huthi-Angriffen, die ihre Attacken auf Saudi-Arabien in den vergangenen Monaten noch deutlich verstärkt haben. Sie nehmen dabei unter anderem Flughäfen und Öl-Infrastruktur ins Visier. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition zum Kampf gegen die Huthi teilte mit, Drohnen und Marschflugkörper seien in Riad sowie im Süden des Landes abgefangen worden. Der saudische Zivilschutz gab unter anderem für die Hauptstadt erneut Warnungen heraus.

Saudi-Arabien setzte seine Luftangriffe im Jemen nach Huthi-Angaben ebenfalls fort. Dort stieg die Zahl der Todesopfer nach einem Luftangriff in Sanaa auf 33, wie ein Sprecher des von den Huthi kontrollierten Gesundheitsministeriums mitteilte. Unter den Todesopfern seien 13 Kinder. 39 weitere Menschen seien verletzt worden.

Saudi-Arabien begann 2015 mit Verbündeten, Stellungen der Huthi im Jemen zu bombardieren, um die Miliz zurückzudrängen. Riad wird unterstützt von der international anerkannten Regierung im Land und örtlichen Milizen. Nach einer Waffenruhe ab 2022 sind die Kämpfe im Zuge des Iran-Kriegs wieder eskaliert.

Nach Zählungen des unabhängigen Yemen Data Project, das Luftangriffe der saudisch geführten Militärkoalition im Jemen sowie zivile Kriegsopfer zählt, gab es im vergangenen Monat so schwere saudische Angriffe im Jemen wie zuletzt 2017. Mindestens 140 Zivilisten seien dabei getötet und mehr als 280 weitere verletzt worden. Das Projekt zählte allein im Oktober mehr als 430 saudische Bombardierungen in dem Bürgerkriegsland. Saudi-Arabien zog wegen der vielen zivilen Opfer im Krieg international immer wieder Kritik auf sich.

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