Bahnrad-WM: Gold für Hoogland - Ganna gewinnt "kleines Finale"
Maximilian Dörnbach hat bei der Bahnrad-WM in Shanghai einen Tag nach seinem Silbercoup im Keirin eine Medaille verpasst. Gold ging an Topfavorit Jeffrey Hoogland und auch Filippo Gana schaffte es aufs Podium.
Außenseiter Dörnbach fuhr im Finale im Zeitfahren über 1000 Meter im Shanghai Velodrome 1:00,552 Minuten. Zu Bronze fehlte ihm letztlich mehr als eine Sekunde. Benjamin Boos kam als zweiter deutscher Starter knapp hinter Dörnbach auf Platz sieben (1:00,662). Für die bislang letzte deutsche Medaille in dieser Disziplin hatte Joachim Eilers 2021 mit Bronze gesorgt, 2016 war Eilers Weltmeister.
Gold sicherte sich souverän der niederländische Topfavorit Jeffrey Hoogland. Der Weltrekordler triumphierte in 58,713 Sekunden und sicherte sich seinen fünften WM-Titel in dieser Disziplin. Silber ging an den Franzosen Etienne Oliviero (59,365) vor dem Briten Joseph Truman (59,414).
Vorjahres-Weltmeister Harrie Lavreysen (Niederlande) war nicht im Zeitfahren am Start, der Ausnahmefahrer hatte am Donnerstag im Keirin vor Dörnbach seinen 22. WM-Titel gewonnen.
Im Showdown der Verfolgungs-Giganten revanchierten sich Italiens Straßenrad-Stars für die bittere Team-Pleite gegen Dänemark. Topsprinter Jonathan Milan gewann in 4:00,769 Minuten das Finale in der Einerverfolgung gegen Frederik Madsen (4:06,038). Der zweimalige Tour-Etappensieger Milan, der nach 2024 seinen zweiten Titel in dieser Disziplin gewann, hatte in der Qualifikation am Morgen seinen Weltrekord auf 3:58,850 Minuten gedrückt.
Ganna schnappt sich noch Bronze
Der zweimalige Zeitfahr-Weltmeister Filippo Ganna, der bereits sechsmal WM-Gold in der Einerverfolgung gewonnen hat, sicherte sich im kleinen Finale in einem weiteren italienisch-dänischen Duell in 4:02,275 Minuten Bronze gegen Rasmus Pedersen (4:07,291). Am Vortag hatten die Dänen das mit Spannung erwartete Finale in der Teamverfolgung gegen Italien deutlich gewonnen.
Im Punktefahren wurde Moritz Augenstein guter Sechster.
Teutenberg nach Sturz gehandicapt
Von einem Sturz gehandicapt, konnte Lea Lin Teutenberg im Omnium nicht vorne mit eingreifen. Bereits im ersten von vier Wettbewerben, dem Scratch, war sie in einen Massensturz verwickelt, bei dem rund die Hälfte der Fahrerinnen zu Boden ging. Im abschließenden Punktefahren machte Teutenberg zwar nochmal Positionen gut, kam letztlich aber nicht über Rang 16 hinaus.
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