Läufer sollten beim Schlafen auf ihre Position achten

Regeneration beim Sport
Läufer sollten beim Schlafen auf ihre Position achten
Training, Ernährung und Erholung gehören für Läufer zusammen. Aber auch guter Schlaf spielt bei der Regeneration eine wichtige Rolle. Entscheidend ist dabei vor allem die Qualität des Schlafs.
Publiziert: 10:30 Uhr
Aktualisiert: vor 57 Minuten
Wer regelmässig läuft, achtet oft genau auf Trainingspläne, Schuhe und Ernährung. Beim Schlafen hingegen wird selten darüber nachgedacht, wie die eigene Position den Körper über Stunden belastet. Dabei ist die Nacht die wichtigste Erholungsphase zwischen zwei Trainingseinheiten.
Eine Studie, die 2025 im Fachjournal Applied Sciences veröffentlicht wurde, fand bei Freizeitsportlern einen Zusammenhang zwischen schlechtem Schlaf und einem höheren Verletzungsrisiko. Das bedeutet allerdings nicht, dass eine bestimmte Schlafposition Verletzungen verhindert. Für die Regeneration sind zunächst ausreichend Schlaf und eine gute Schlafqualität entscheidend.
Ein Kissen zwischen den Knien kann für Seitenschläfer helfen
Wer gerne auf der Seite schläft, kann mit einem einfachen Trick für mehr Stabilität sorgen: Ein festes Kissen zwischen den Knien verhindert, dass das obere Bein im Schlaf stark nach vorne kippt. Dadurch können Beine und Becken in einer neutraleren Position bleiben.
Orthopäde William B. Workman empfiehlt gegenüber «Runner's World» ein ausreichend grosses Kissen, das möglichst bis zu den Knöcheln reicht. Gerade nach intensiven Laufeinheiten kann eine stabile und angenehme Liegeposition dazu beitragen, dass man nachts weniger durch unbequeme Haltungen gestört wird. Das Kissen ist allerdings kein Muss für jeden Läufer. Wer ohne Beschwerden auf der Seite schläft und morgens entspannt aufsteht, muss seine Schlafposition nicht verändern.
Die Schlafdauer ist wichtiger als die perfekte Position
Für die Regeneration zählt letztlich mehr als die Frage, ob man auf der Seite oder auf dem Rücken liegt. Schlafmedizinerin Cheri D. Mah betont gegenüber «Runner's World», dass vor allem die Dauer und Qualität des Schlafs entscheidend sind.
Das leuchtet auch deshalb ein, weil der Körper während des Schlafs zahlreiche Regenerationsprozesse durchläuft. Wer dauerhaft zu wenig schläft oder häufig aufwacht, gibt seinem Körper weniger Gelegenheit, sich von Belastungen zu erholen. Deshalb bringt die vermeintlich perfekte Schlafposition wenig, wenn man regelmässig zu spät ins Bett geht oder nachts kaum zur Ruhe kommt.
Für Seitenschläfer kann die Position trotzdem Vorteile haben
Die Seitenlage kann insbesondere für Menschen interessant sein, die schnarchen oder unter einer obstruktiven Schlafapnoe leiden. Auf dem Rücken kann die Zunge leichter nach hinten fallen und die oberen Atemwege verengen. Die Seitenlage kann bei manchen Betroffenen helfen, die Atemwege offener zu halten.
Auch für die Gelenke kann eine gut ausgerichtete Seitenlage angenehm sein. Entscheidend ist dabei, dass Kopf, Wirbelsäule, Becken und Beine möglichst bequem und ohne starke Verdrehung liegen. Wer auf dem Rücken schläft, muss sich deshalb aber ebenfalls keine Sorgen machen. Ein Kissen unter den Knien kann den unteren Rücken entlasten und für manche Menschen angenehmer sein.
So sieht ein gutes Schlafzimmer für die Regeneration aus
Nicht nur die Schlafposition beeinflusst, wie gut sich der Körper nachts erholt. Auch die Umgebung spielt eine Rolle. Ein dunkles, ruhiges und eher kühles Schlafzimmer schafft gute Voraussetzungen für erholsamen Schlaf. Dazu kommen regelmässige Schlafzeiten, ausreichend Schlaf und eine angenehme Schlafumgebung.
Und wenn das Kissen zwischen den Knien zusätzlich dafür sorgt, dass man bequemer liegt, spricht nichts dagegen. Der wichtigste Regenerationstrick bleibt allerdings unspektakulär: dem Körper genügend Zeit zum Schlafen zu geben.
Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.
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