Bleibt Schwesig im Amt?: Wahlbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern bisher höher als 2021

Bleibt Schwesig im Amt?Wahlbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern bisher höher als 2021
20.09.2026, 16:05 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern sind 1,3 Millionen Wahlberechtigte noch bis 18 Uhr zur Abgabe ihrer Stimme bei der Landtagswahl aufgerufen. Dem sind bisher mehr Menschen nachgekommen als bei der letzten Landtagswahl 2021.
Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab. Bis 14 Uhr gaben 40,7 Prozent der 1,3 Millionen Wahlberechtigten in den Wahllokalen ihre Stimme ab, wie der Landeswahlleiter in Schwerin am Nachmittag mitteilte. 2021 hatte die Wahlbeteiligung zur selben Uhrzeit bei 32,5 Prozent gelegen. Die endgültige Wahlbeteiligung lag damals bei 70,8 Prozent.
Zwar fand die Landtagswahl vor fünf Jahren parallel zur Bundestagswahl statt, weshalb die Zahlen nur eingeschränkt vergleichbar sind. Doch auch bei der Landtagswahl 2016 hatte die Wahlbeteiligung um 14 Uhr nur bei 32,8 Prozent gelegen. Im Vorfeld war für die aktuelle Landtagswahl bereits mit einer höheren Wahlbeteiligung gerechnet worden. Erstmals sind Bürgerinnen und Bürger ab 16 Jahren dazu aufgerufen, über die Zusammensetzung des neuen Landtags in Schwerin zu bestimmen.
Aktuell wird das Bundesland von einer rot-roten Koalition regiert. In den Umfragen lieferten sich die regierende SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die AfD ein Kopf-an-Kopf-Rennen. In der letzten Befragung der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF lag die SPD mit 37 Prozent erstmals vor der AfD, die auf 36 Prozent kam und damit ihr Ergebnis der letzten Landtagswahlen verdoppeln könnte.
Die Linke lag zuletzt bei neun Prozent, die CDU hatte noch einmal eingebüßt und kam auf sechs Prozent. Für sie könnte es demnach eng werden. Die Grünen lagen unverändert bei fünf Prozent. Das BSW lag in den Erhebungen mit drei bis vier Prozent unter der Fünfprozentmarke. Damit ist offen, ob die Partei erstmals in den Schweriner Landtag einziehen wird. Die FDP droht den Wiedereinzug ins Landesparlament den Umfragen zufolge mit weniger als drei Prozent zu verpassen.
Zeitgleich mit Mecklenburg-Vorpommern wird in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Auch dort fiel die Wahlbeteiligung höher aus als bei der Wiederholungswahl 2023: Um 12 Uhr lag sie bei 27,9 Prozent, wie die Landeswahlleitung mitteilte. 2023 lag sie zum gleichen Zeitpunkt bei 23,4 Prozent. Der Wahlausgang in beiden Bundesländern könnte Auswirkungen auch auf die Bundespolitik haben. Noch am Abend will in Berlin das CDU-Präsidium um den Bundesvorsitzenden und Bundeskanzler Friedrich Merz zu Beratungen im Konrad-Adenauer-Haus zusammenkommen.
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