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Friday, October 2, 2026

«Ich wollte nicht zulassen, dass andere sterben»

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Jetzt spricht der Helden-Pilot

«Ich wollte nicht zulassen, dass andere sterben»

Zwei Tage nach dem Messerangriff im Cockpit hat sich Flydubai-Kapitän Smit Machchhar aus dem Spital gemeldet. Er schildert, wie er trotz schwerer Verletzungen die Cockpittür öffnete – und damit Passagieren ermöglichte, den Co-Piloten zu stoppen.

Publiziert: vor 30 Minuten

  • Modi dankte dem verletzten Piloten Smit Machchhar per Video
  • Ein Co-Pilot attackierte ihn mit einem Messer im Cockpit
  • Passagiere halfen; eine zweite Crew landete in Saudi-Arabien
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Mattia JutzelerRedaktor News

Mit einem Verband um den Kopf und einer Sauerstoff-Nasenbrille meldet sich Smit Machchhar (38) zwei Tage nach dem Flydubai-Vorfall zum ersten Mal zu Wort. Der indische Premierminister Narendra Modi (76) ruft den Piloten per Videotelefon an, um seinem Landsmann zu seiner heldenhaften Tat zu gratulieren. «Dein Mut, deine Geduld und deine schnelle Entscheidungsfindung haben so vielen Menschen das Leben gerettet», so der Premier. Ganz Indien sei stolz auf Machchhar.

Am Mittwoch war Machchhar der Kapitän auf einem Flug der Fluggesellschaft Flydubai von Dubai nach Tel Aviv. Mitten in der Luft wurde er von seinem Co-Piloten brutal mit einem Messer angegriffen. Trotz seiner schweren Verletzungen gelang es Machchhar, die Cockpittür zu öffnen. Mehrere Passagiere stürmten herein und schafften es, den Co-Piloten zu überwältigen. Eine zweite Pilotencrew, die ebenfalls als Passagiere mitreiste, brachte das Flugzeug mit fast 180 Menschen an Bord schliesslich in Saudi-Arabien zu einer Notlandung.

«Genesung wird eintreten»

Im Videoanruf mit Modi wirkt Machchhar noch immer deutlich angeschlagen. Unter seinen Augen sind dunkle Ringe zu erkennen. Trotzdem bringt er im Gespräch mit seinem Premierminister immer wieder ein Lächeln zustande. Laut der BBC wird Machchhar aktuell in einem Spital in Abu Dhabi behandelt. Der Helden-Pilot zeigt sich optimistisch. «Ich bin zuversichtlich, dass die Genesung eintreten wird und ich wieder fit und gesund sein werde.»

Machchhar schildert Modi in ihrem Gespräch die Geschehnisse vom Mittwoch. Der Co-Pilot habe ihn weiter angegriffen, als er bereits blutend am Boden des Cockpits lag. «Ich sagte mir, ich müsse noch einmal alles geben, um die Cockpittür von innen zu öffnen», sagte er. «Ich kämpfte natürlich um mein eigenes Leben, aber gleichzeitig wusste ich, dass ich nicht zulassen würde, dass andere sterben.»

Die Identität und die Motive des Co-Piloten sind auch zwei Tage nach dem Angriff unbekannt. Laut israelischen Medienberichten handelt es sich um einen omanischen Staatsbürger. Aktuell werde er in Saudi-Arabien vernommen.

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