Platzwunden und Nasenbeinbruch: Schalke vermeldet Diagnosen bei Gosens und El-Faouzi
Die Zahl der verletzten oder zumindest angeschlagenen Schalker summiert sich mittlerweile auf eine komplette Elf. Am Sonntag veröffentlichte der Klub ein Update zu Robin Gosens' und Soufiane El-Faouzis Kopfverletzungen.

Der Moment des Zusammenpralls: Robin Gosens (l.) und Soufiane El-Faouzi erlitten einen heftigen Kopf-Crash. picture alliance / nordphoto GmbH
Als Robin Gosens und Soufiane El-Faouzi nach 37 Minuten in Höhe des Mittelkreises so heftig mit den Köpfen zusammenprallten, dass beide Schalker sofort stark zu bluten begannen, stockte den Zuschauern im Stadion des 1. FC Köln der Atem. Sogar die Mannschaftsärzte des Gastgebers eilten auf den Rasen, um bei der medizinischen Erstversorgung zu helfen. Beide Spieler wurden umgehend nach Gelsenkirchen ins Krankenhaus gefahren. Am Sonntagmittag veröffentlichte der Ruhrpott-Klub ein Update.
Demnach erlitt Gosens zwei Platzwunden an der Stirn, die jeweils mit mehreren Stichen genäht wurden. El-Faouzi trug neben einer ebenfalls genähten Platzwunde an der Stirn einen Nasenbeinbruch davon.
Trainer Miron Muslic wird nicht nur am Mittwoch im Pokal bei Zweitligist Dynamo Dresden ohne seine beiden Stammkräfte auskommen müssen, sondern vermutlich auch in den beiden folgenden Liga-Partien bis zur nächsten Länderspielphase (gegen Leipzig und Hoffenheim).
Nur die hinterste Reihe nicht betroffen
Mit Gosens und El-Faouzi hat sich die Zahl der verletzten oder zumindest angeschlagenen Spieler weiter dramatisch erhöht - allein in den vergangenen Tagen sogar so drastisch, dass mittlerweile eine komplette Elf betroffen ist. Während Loris Karius als Torwart sowie Timo Becker, Nikola Katic und Hasan Kurucay als verlässlicher Dreierriegel-Verbund aktuell unbeschadet zur Verfügung stehen, sind die Königsblauen in allen weiteren Mannschaftsteilen erheblich gebeutelt. Muslic ist in diesen Tagen so stark wie nie zuvor zu personellen Umstellungen gezwungen.
Mit Bekanntgabe der Aufstellung für das Spiel beim 1. FC Köln informierte Schalke 04 die Öffentlichkeit darüber, dass Adrian Gantenbein aufgrund einer Verletzung im Abschlusstraining nicht mitwirken könne. Nach kicker-Informationen handelt es sich um muskuläre Probleme, weshalb bis zur Länderspielphase nicht mehr mit dem Schweizer Schienenspieler zu rechnen ist.
Die Vorbereitungswoche auf die Partie in Köln hatte bereits sorgenvoll begonnen. Maximilian Wöber verletzte sich bei einer Übung zur Balleroberung derart heftig am linken hinteren Oberschenkel, dass Muslic bereits mit dem Jahres-Aus des Innenverteidigers rechnet.
Zwei Tage vor dem Spiel hatte Schalke den Ausfall seines Kapitäns bekannt gegeben. Kenan Karaman begleitete die Mannschaft zwar zum Auswärtsspiel ins Rheinland, doch muskuläre Probleme dürften auch einem Einsatz am Mittwoch in Dresden im Weg stehen. Fraglich ist, wie lange Moussa Sylla und Ron Schallenberg noch ausfallen. Beide laborieren an einer von Schalke 04 nicht näher definierten Beinverletzung.
Hoffnung auf zeitnahe Einsätze besteht zumindest bei Edin Dzeko, Bryan Lasme und Dejan Ljubicic. Während Dzeko nach seiner genähten Platzwunde am Kopf und Lasme nach überstandenen muskulären Problemen gegen Köln immerhin auf der Reservebank saßen, geht Muslic beim seit dem 11. September am Knie verletzten Ljubicic vorsichtig von einer Kader-Rückkehr am Wochenende gegen Leipzig aus.
Höjlund spielte zuletzt vor über einem Jahr
Ein Comeback Emil Höjlunds ist derweil weiterhin überhaupt nicht absehbar. Der 2024 zu Schalke gewechselte Stürmer ist seit Monaten von der Bildfläche verschwunden, vor einigen Wochen unterzog er sich einer Fersen-Operation. Sein letzter Profieinsatz datiert vom 31. August 2025. Damals gewannen die Gelsenkirchener in der 2. Liga nach einem spät verwandelten Karaman-Elfmeter 1:0 bei Dynamo Dresden - ein Resultat, mit dem sie am Mittwoch im Pokal nicht zuletzt angesichts der gravierenden Personalprobleme sicher zufrieden wären.
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