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Thursday, October 29, 2026

Das fehlt dem SCB noch, um ein Titelkandidat zu sein

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Der SC Bern gewann sechs der letzten sieben Spiele. Dann kam der Liga-Dominator aus Zürich und hielt dem Team von Serge Aubin den Spiegel vor.

Publiziert: 00:01 Uhr

  • Nach sechs Siegen ist der SCB als Sechster auf Kurs
  • Aubin gibt Struktur, doch ZSC zeigte Berns Grenzen auf
  • Torproblem gelöst; Topcenter und sicherer Skorer fehlen
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Stephan RothStv. Eishockey-Chef

Wo steht der SCB nach fast einem Drittel der Quali? Mit Rang 6 sind die Berner derzeit auf Kurs, das primäre Saisonziel, die Playoff-Qualifikation, zu erreichen. Doch nach zuletzt sechs Siegen in sieben Partien zeigte ihnen der nahezu unschlagbare Tabellenführer ZSC Lions ihre Grenzen auf. Was fehlt noch, um ein Titelkandidat zu sein?

Trainer

Serge Aubin (51) hat dem Team bereits in den ersten Monaten seine Handschrift verpasst. Die Balance zwischen bissigem Forechecking und Absicherung stimmt. Trotz weit aktiverer Spielweise laufen die Berner inzwischen kaum mehr in Konter. Aubin ist ein Top-Trainer, was sein Palmarès (einmal mit Wien, fünfmal mit Berlin Meister) unterstreicht. Unter dem Kanadier zeigt die Mannschaft mehr Temperament und Mut, auch wenn dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist.

Goalies

Seit 2019 und dem Genoni-Abgang hatte der SCB ein Goalie-Problem. Das ist nun gelöst. Im Sommer holte man mit Connor Hughes (30) eine neue Nummer 1 im Tausch gegen Verteidiger Loeffel aus Lausanne. Und unter Aubin hat man auch endlich den Mut, Christof von Burg (25) spielen zu lassen. Beide halten stark, und von Burg entwickelt sich mit Paraden wie jener gegen Andrighetto zügig zum Publikumsliebling. So stellt sich zwar die Frage, wer im Tor steht. Da beide im Gegensatz zu Vorgänger Reideborn den Schweizer Pass haben, hat dies auf die Aufstellung auf dem Feld aber keinen Einfluss.

Abwehr

Mit der Verpflichtung des aktuellen Topskorers Ian Mitchell und Rodwin Dionicio, die neuerdings ein hochinteressantes Spektakel-Paar bilden, sowie Davyd Barandun und Nic Balestra wurde die Verteidigung aufgefrischt. Vergleicht man das Personal mit jenem der ZSC Lions, ist die Differenz aber immer noch erheblich. Dass Anton Lindholm noch keinen Skorerpunkt verbucht hat, ist nicht das Problem. Dass der Schwede aber mehr Fehler als in der Vergangenheit produziert, hingegen schon. Wie jener von Samuel Kreis, Louis Füllemann und Simon Kindschi läuft sein Vertrag Ende Saison aus. Eine Chance für ein Upgrade.

Sturm

Es lässt sich auch mit Advanced Stats nicht wegdiskutieren: Dem SCB fehlt ein Center Nummer 1 von Format. Miro Aaltonen genügt den Ansprüchen nicht annähernd. Seit nun acht Spielen hat der 33-Jährige keinen Punkt mehr gebucht. Er steht mit einem Tor und vier Assists da, nachdem er schon letzte Saison nur auf fünf Treffer gekommen war. Beim ZSC haben diese Saison 17 Spieler mehr Tore als er erzielt … Die letzten Meister hatten alle einen Top-Center: Fribourg Wallmark, die Lions Malgin, Servette Filppula oder Zug Kovar.

Dem SCB fehlt ein offensiver Leader und Skorer, der verlässlich produziert. Die Flügel Emil Bemström (Sd) und Sonny Milano (USA) liefern ebenfalls noch zu wenig, auch wenn sie keine hoffnungslosen Fälle sind. Da kann es dann auch nicht erstaunen, dass der SCB nach Davos die zweitschlechteste Abschlussquote (8,56 %) der Liga hat. Im Gegensatz zu den Lions hat der SCB auch keine Schweizer wie Malgin, Andrighetto oder Knak, hinter denen die Ausländer herreiten können. Immerhin ist Rodrigo Abols (6 Tore) eine überzeugende Besetzung im Zentrum der wuchtigen zweiten Linie mit Captain Waltteri Merelä.

Mannschaft

SP

TD

PT

1

ZSC Lions

ZSC Lions

16

32

42

2

HC Ambri-Piotta

HC Ambri-Piotta

16

4

29

3

SCL Tigers

SCL Tigers

18

11

29

4

HC Fribourg-Gottéron

HC Fribourg-Gottéron

17

14

27

5

Genève-Servette HC

Genève-Servette HC

17

-8

26

6

SC Bern

SC Bern

15

3

25

7

Lausanne HC

Lausanne HC

18

-7

24

8

EV Zug

EV Zug

11

14

22

9

HC Ajoie

HC Ajoie

17

-5

22

10

HC Davos

HC Davos

17

-10

21

11

EHC Biel

EHC Biel

16

-4

20

12

HC Lugano

HC Lugano

16

-9

19

13

SC Rapperswil-Jona Lakers

SC Rapperswil-Jona Lakers

17

-16

18

14

EHC Kloten

EHC Kloten

17

-19

18

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