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Friday, October 23, 2026

Minister: "terroristische Tat": Ein Toter nach Schüssen auf offener Straße bei Paris

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Minister: "terroristische Tat"Ein Toter nach Schüssen auf offener Straße bei Paris

23.10.2026, 15:54 Uhr

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Bei Paris wird ein Mensch auf offener Straße getötet. Der Schütze feuert aus einem vorbeifahrenden Auto, ein Bürgermeister spricht von einem versuchten "Blutbad". Vier weitere Menschen werden verletzt.

Nach tödlichen Schüssen in der Region von Paris hat Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez den Vorfall als "terroristische Tat" bezeichnet. "Die Ermittlungen laufen noch, aber es handelt sich eindeutig um ein terroristisches Verbrechen", sagte Nuñez vor Journalistinnen und Journalisten in Trappes. Am Vormittag hatte ein Mann in Gemeinden bei Paris aus einem Auto geschossen. Ein Mensch kam dabei ums Leben, vier weitere wurden teils sehr schwer verletzt, darunter ein zwölfjähriges Kind. Der Mann wurde kurze Zeit später festgenommen.

Die Motive müssten noch abschließend geklärt werden, sagte der Innenminister. Unter Berufung auf den zuständigen Staatsanwalt führte er aus, dass die Hintergründe rassistischer Natur sein könnten. Weitere Informationen zu möglichen Motiven gab es bislang nicht.

Zuvor hatte Nuñez angegeben, dass bei dem Angriff eine automatische Waffe verwendet worden sei. Wie die Polizei mitteilte, fielen die Schüsse am Vormittag gegen 10.30 Uhr im Département Yvelines, das im westlichen Teil der Pariser Großraumregion liegt. Zunächst gab es Schüsse in der Gemeinde Trappes, dann fuhr der Mann den Angaben nach weiter in die angrenzende kleine Gemeinde La Verrière. Laut Nuñez schoss der Verdächtige an drei verschiedenen Orten aus dem Wagen heraus.

Nach Angaben des Bürgermeisters von Trappes, Ali Rabeh, schoss ein Mensch aus seinem Fahrzeug heraus. Dem Sender BFMTV sagte Rabeh, der Mann habe offensichtlich wahllos geschossen und ein "Blutbad" anrichten wollen. Das Todesopfer sei "afrikanischer Herkunft", ein Verletzter in Lebensgefahr sei zudem "maghrebinischer Herkunft". Die Stadt wollte eine psychologische Betreuungsstelle einrichten.

Die Pariser Anti-Terrorstaatsanwaltschaft teilte mit, sie habe eine Untersuchung eingeleitet, unter anderem wegen des Verdachts auf gezielte Tötung in Zusammenhang mit einem terroristischen Vorhaben sowie Waffenbesitz. Präsident Emmanuel Macron zeigte sich auf der Plattform X tief erschüttert über die Attacke und äußerte Anerkennung gegenüber den Sicherheitskräften. Der französische Premierminister Sébastien Lecornu schrieb bei X, Sicherheits- und Justizbehörden seien in vollem Einsatz. Es handele sich um "sehr ernste Vorfälle".

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