Verurteilter Signa-Gründer Benko darf in den Hausarrest wechseln
Stand: 14.10.2026 • 11:48 Uhr
Der wegen Betrugs verurteilte österreichische Investor René Benko darf das Gefängnis vorerst verlassen. Er soll sich mit einer Fußfessel im Hausarrest auf seinen neuen Prozess vorbereiten können.
Der Immobilieninvestor René Benko wechselt vom Gefängnis in den Hausarrest mit elektronischer Fußfessel. Ein entsprechender Antrag des Signa-Gründers wurde vom Landesgericht Innsbruck gewährt, wie eine Gerichtssprecherin und sein Anmalt mitteilten. Laut dem Landgericht besteht für Benko ein Kontaktverbot, unter anderem für einige Personen aus dem Umfeld der Signa-Gruppe.
Sein Anwalt hatte argumentiert, dass Benko sich nur außerhalb des Gefängnisses angemessen auf weitere Verfahren vorbereiten könne. Der Verteidiger geht davon aus, dass sein Mandant noch diese Woche in den Hausarrest kommt.
Vom Milliardär zum Pleitier
Benko hatte mit dem Kauf von Immobilien ein Millionenvermögen angehäuft. In Deutschland gehörten dem Unternehmer zeitweise unter anderem die Warenhauskette Galeria und das Luxuskaufhaus KaDeWe in Berlin. Zudem war er der Realisator des Hamburger Elbtowers, der bis heute eine Bauruine ist.
Im März 2024 stellte Benko Antrag auf Privatinsolvenz, im Januar 2025 wurde er festgenommen. Im umfangreichen Signa-Komplex verdächtigt Österreichs Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) den einst sehr angesehenen Geschäftsmann des Betrugs, der Untreue und des Bankrotts. Weitere Anklagen könnten folgen.
Bereits erste Verurteilung
Im September wurde Benko bereits zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Das Landesgericht Innsbruck sah es als erwiesen an, dass der 49-Jährige seine Gläubiger betrügerisch geschädigt hatte.
Er habe einen Mietkostenvorschuss in Höhe von 360.000 Euro für ein Anwesen in Innsbruck geleistet, obwohl es um sein Signa-Firmen-Imperium bereits sehr kritisch gestanden habe, so das Gericht.
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