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Tuesday, September 29, 2026

SCB-Youngster im Captain-Team – Alain Graf: «Das ist eine Riesen-Ehre»

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Der neue Trainer Serge Aubin machte kurz vor dem National-League-Saisonstart Waltteri Merelä zum neuen Captain des SC Bern. Der 28-jährige Finne trat damit die Nachfolge von Ramon Untersander an. Ebenfalls Teil des Captain-Teams für 2026/27 als Assistenten mit dem «A» auf der Brust: Der verletzte Benjamin Baumgartner, Marc Marchon – und Alain Graf. Der 21-jährige Stürmer aus dem Berner Oberland, der im Januar seinen Vertrag bis 2029 verlängerte, erklärt im Interview, was ihm diese Rolle bedeutet.

SRF Sport: Wie, wann und wo haben Sie erfahren, dass Sie neu ins Captain-Team gehören?

Alain Graf: Das war am Tag der Veröffentlichung (am 9. September, die Red.) und dann auch vor dem ganzen Team.

Wie haben Sie darauf reagiert?

Es ist eine Riesen-Ehre, in einem solch grossen Klub in die Leadership-Gruppe zu gehören, vor allem wenn man ein bisschen jünger ist. Letztlich haben wir aber so einen guten Zusammenhalt, dass es nicht so eine Rolle spielt, wer dort vertreten ist. Wenn irgendjemand ein Anliegen hat, kann er das mitteilen und dann sprechen wir miteinander und versuchen, das Bestmögliche herauszuholen.

Kurz- oder mittelfristig ist die Playoff-Qualifikation das Ziel, langfristig klar der Meistertitel.

Waren Sie etwas überrascht?

Überrascht ist vielleicht das falsche Wort. Denn wir hatten schon zu Beginn der Saison eine Leadership-Gruppe, welcher ich angehörte. Aber erwarten konnte ich das logischerweise nicht. Daher hatte ich mir auch nicht grosse Gedanken darüber gemacht.

Welche Bedeutung hat es, dass Sie bei einem Grossklub wie dem SCB solch ein Amt bekleiden dürfen?

Es ist, wie gesagt, eine grosse Ehre, in die Fussstapfen von solch grossen Namen zu treten. Diese Rolle beim grössten Eishockey-Klub der Schweiz zu übernehmen, ist sehr schön.

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Welche Aufgaben haben Sie auf und neben dem Eis in dieser Rolle?

Sicherlich als Vorbild und mit einer guten Einstellung voranzugehen und das Team mitzuziehen. Hinzu kommt der Austausch mit Coaching-Staff, Management und dem Team.

Tragen Sie gerne Verantwortung?

Das liegt mehr oder weniger in meinem Naturell. Ich habe mich nie verstellt, um dort hineinzugelangen. Meine Persönlichkeit ist einfach so. Deshalb ist auch keine Umstellung oder so nötig.

Sind Sie ein Lautsprecher, gerade in der Kabine, oder eher ein «leiser» Anführer?

Definitiv Letzteres. Ich bin keiner, der aufsteht und irgendwelche Ansprachen hält. Ich habe aber sicherlich keine Angst, auch kritische Themen anzusprechen.

Sie haben vor der Saison gegenüber der Berner Zeitung gesagt, es koste Sie Überwindung, vor eine Mannschaft zu stehen. Können Sie das erläutern?

Wir haben genug Leute, auch ausserhalb der Leadership-Gruppe, die reden können und für die das ein deutlich weniger grosses Problem ist. Für mich braucht es immer noch Überwindung, aber wenn es nötig ist, tue ich das natürlich.

Nehmen die älteren Teamkollegen die jüngeren Mitspieler wie Sie wahr?

Absolut, wir haben wirklich ein sehr gutes Teamgefüge. Es spielt keine Rolle, wie alt oder jung man ist oder ob man Ausländer ist oder nicht. Es können alle Themen ansprechen und kritisch miteinander sein. Am Ende braucht es dies, um besser zu werden. Alle haben das gleiche Ziel. Deshalb wollen wir einander helfen, das Beste aus uns herauszuholen.

Wie sehen denn die Ziele des SCB aus?

Das ist sicher kurz- oder mittelfristig die Playoff-Qualifikation und langfristig klar der Meistertitel.

Der SCB hat in den ersten 4 Spielen 7 Punkte geholt. Wie zufrieden sind Sie mit dem Saisonstart?

Man sieht, dass es in die richtige Richtung geht. Nun müssen wir die Konstanz hinkriegen. Wenn wir das schaffen, dann sieht es gut aus.

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