Odermatt: «Slalom in Dubai?» – «Ein Scheiss»: Swiss-Ski-Stars gegen mehr Weltmeisterschaften

Die FIS will neu in jedem Jahr einen Grossanlass. Im Schweizer Lager stösst das den meisten sauer auf.
Bei den Schweizer Ski-Athletinnen und -Athleten kommen die neuen WM-Pläne der FIS unisono nicht gut an. Deutsch und deutlich sagt es Franjo von Allmen: «Ich finde es einen Scheiss.»
Der Internationale Ski- und Snowboardverband gab Anfang September bekannt, dass ab 2032 in allen nicht-olympischen Jahren eine Weltmeisterschaft stattfinden soll. Bislang wurde der Event in den ungeraden Jahren abgehalten.
Vergleich mit Doppelrennen in Adelboden
Für das Gros der Ski-Cracks zieht dasselbe Argument. «Es mindert den Stellenwert der WM», sagen Corinne Suter, Thomas Tumler oder von Allmen in ähnlichem Wortlaut.
Es würde mehr Geld in ihre Kasse spülen.
Tumler zieht den Vergleich zu den Wochenenden, an denen in der Vergangenheit zwei Riesenslaloms in Adelboden oder Alta Badia durchgeführt wurden, das eigentlich spezielle Rennen verliere an Bedeutung. «Das könnte bei der WM auch so sein.»
Mehr Geld und Planungssicherheit
Auch Loïc Meillard fände die geplante Erweiterung von FIS-Präsident Alexander Ospelt und Co. schade, relativiert aber etwas: «Aus Sicht des Verbands verstehe ich es. Es würde mehr Geld in ihre Kasse spülen.»
Neben dem Finanziellen argumentiert die FIS auch mit der Planungssicherheit. Aktuell muss der Weltverband in Jahren ohne Grossanlass in diesem Zeitraum im Februar Weltcup-Orte finden, die «einspringen». Dieser Aufwand würde wegfallen.
Odermatt will nach China oder Japan
Auch Weltcup-Dominator Marco Odermatt will keine zusätzliche WM. Der Nidwaldner macht sich über andere Ansätze Gedanken. «Man könnte in diesen zwei Wochen an einen neuen Ort, zum Beispiel China, Japan oder sonst irgendwo in Asien. Vielleicht gibt es mal einen Slalom in Dubai, wenn das die Leute und Sponsoren sehen wollen.»
Odermatt würde die zwei Wochen lieber für etwas Neues nutzen, «anstatt wieder in Österreich oder der Schweiz eine WM zu machen».
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