Adobe schließt teilweise kritische Lücken in vier Produkten
Das Softwareunternehmen Adobe schließt mit Updates vom 27. Oktober Sicherheitslücken in vier verschiedenen Produkten. Viele der Lücken können von Angreifern dazu missbraucht werden, eigenen Code auf dem System der Opfer auszuführen (arbitrary code execution) oder sich erweiterte Rechte zu verschaffen (privilege escalation). Fast alle haben den Schweregrad „high“ oder gar „critical“.
Besonders betroffen ist die Marketingsoftware Adobe Campaign Classic unter Windows und Linux. In ihr stopfte der Hersteller acht verschiedene Lücken mit CVSS-Werten zwischen 9,1 und 9,9 von 10. Adobe bewertet das zugehörige Update dennoch nur mit der Priorität 2. Kunden sollten die Aktualisierung also innerhalb von 30 Tagen einspielen, wenn es nach Adobe geht. Es dürfte jedoch ratsam sein, nicht so lange zu warten: Priorität 2 bedeutet laut Adobe auch, dass Angreifer die Lücken mit hoher Wahrscheinlichkeit ausnutzen dürften. Bereits laufende Kampagnen von Angreifern auf Basis dieser Lücken seien dem Hersteller aber nicht bekannt.
Kritische Lücke in Adobe Connect
Ebenfalls mit der Priorität 2 wird eine kritische Lücke in der Videokonferenzsoftware Adobe Connect bewertet (CVSS-Wert 9,6), die Windows, macOS sowie die Android-App Adobe Connect Mobile betrifft und Angreifern ermöglicht, beliebigen Code auszuführen. Drei weitere Lücken, eine im Creative Cloud Desktop for Windows und zwei in der Textur-Malsoftware Adobe Substance 3D Painter, sind zwar teilweise ebenfalls mit dem Schweregrad „high“ eingestuft, werden aber mit Priorität 3 bewertet. Der Hersteller hält es offenbar für eher unwahrscheinlich, dass Angreifer diese Lücken ausnutzen könnten.
Abhilfe schafft in allen vier Fällen ein Update auf die jeweils aktuelle Version der Software. Adobe Campaign Classic ist mit Version 7.4.4 Build 9403 abgesichert. Connect Desktop schließt die Lücke mit den Versionen 2026.9.61 (Windows), 2026.10.66 (Macs mit Apple-Chip) beziehungsweise 2026.10.170 (Intel-Macs); Connect Mobile für Android behebt das Problem mit Version 4.5. Nutzer von Creative Cloud Desktop sollten auf Version 6.11 aktualisieren, Anwender von Substance 3D Painter auf Version 12.2.
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