Letzter Tag: Neun Millionen haben über Design der neuen Euro-Scheine abgestimmt
Nur noch am heutigen Montag können Europäerinnen und Europäer an einer Online-Umfrage über das Aussehen der neuen Euro-Banknoten teilnehmen. Mehr als neun Millionen Menschen haben das bis zur Vorwoche schon getan, hat die dpa von der Europäischen Zentralbank (EZB) erfahren. Demnach ist nach Ende der Umfrage ein Abschlussbericht geplant, bevor der EZB-Rat die finale Entscheidung treffen wird. Das Votum der Menschen soll dabei aber Berücksichtigung finden. Danach wird es aber trotzdem noch einige Zeit dauern, bis man die neuen Euro-Scheine in den Händen halten kann. Der Euro ist die gemeinsame Währung von rund 358 Millionen Menschen in 21 Ländern der Europäischen Union.
Berühmte Menschen oder Vögel?
Mit der Online-Umfrage sollten die Menschen in Europa an der Auswahl der Gestaltung beteiligt werden. Dafür hat die EZB vorab zwei Themengebiete festgelegt, für beide gab es jeweils fünf Umsetzungsvorschläge. Im Themenkomplex „Europäische Kultur“ zeigen die Vorderseiten der Scheine berühmte Persönlichkeiten aus der europäischen Geschichte, darunter Ludwig van Beethoven, Marie Curie und Leonardo da Vinci. Hier zeigen die Rückseiten Darstellungen kultureller Veranstaltungen. Die restlichen fünf Vorschläge widmen sich der „Vielfalt der natürlichen Ökosysteme Europas“ und zeigen auf den Vorderseiten verschiedene Vogelarten. Auf den Rückseiten finden sich hier Abbildungen europäischer Institutionen, darunter auch die EZB.
Die Europäische Zentralbank hatte den Prozess zur jüngsten Neugestaltung Ende 2021 angestoßen, der Fokus liegt damit vor allem auf dem Kampf gegen Geldfälschung. Obendrein sollen die neuen Scheine länger halten und für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen leichter zu erkennen sein. Anlässlich der Vorstellung der Umfrage hatte Bundesbank-Präsident Joachim Nagel für eine rege Teilnahme geworben: „Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Meinung einzubringen und die Zukunft des Euro mitzugestalten.“ Je mehr Menschen abstimmten, „desto besser spiegeln die Euro-Banknoten künftig die Vielfalt und die Werte Europas wider“. Dafür bietet der heutige Montag die letzte Gelegenheit.
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