ESPN DeportesReal Madrid protesta: "Pésimo arbitraje define derbi"ESPN'Did that really happen?' How the Red Sox went from 10-17 to the postseasonBusiness AMNieuw veiligheidspact moet verdediging van Groenland onder NAVO brengenVanguardWhatsApp lists Android phones that can no longer use the appOwngoal NigeriaThe Growing Link Between Football Fandom and Online GamingStraits Times SportAustralia bowling attack boosted as Cummins and Starc return v S AfricaRai NewsAfD primo in Pomerania, dramma Cdu fuori dal Parlamentino. Merz: "Cesura ma il voto non è su di me"BBC NewsAirlines criticise air traffic control as second glitch causes more disruptionPopular ScienceFragment of oldest known peace treaty discovered in Turkey20 MinutenWo kämpfen die Kinder der reichen Politiker, Herr Klitschko?ColliderPrime Video's New 'Reacher' Spin-Off Is Officially Abandoning the Show’s FormulaSBS 뉴스"회계부정 의혹 등 5건 전달"…"청와대 입장에선 가십"
The Daily Newsstand · Free, Always
Monday, September 21, 2026

Probleme des Wirtschaftsstandorts: Bürokratie schlägt alles

Translate

Was ist das größte Problem der deutschen Wirtschaft? Einer Umfrage des Münchner ifo-Instituts zufolge liegt die Bürokratie mit großem Abstand vorne. 50 Prozent der Unternehmen nannten sie. Energie- und Arbeitskosten folgen erst mit großem Abstand und 27 beziehungsweise 22 Prozent.

„Der bürokratische Aufwand wirkt auf zwei Wegen: Er bindet Personal, das an anderer Stelle fehlt, und er verhindert Investitionen, die sich nicht mehr rechnen, sobald man den Genehmigungs- und Dokumentationsaufwand einpreist“, sagt der Leiter der ifo-Befragungen, Klaus Wohlrabe. „Der zweite Effekt ist der teurere und er taucht in keiner Statistik auf, weil das Vorhaben nie begonnen wird.“

Die Bürokratie wird laut der ifo-Umfrage umso belastender wahrgenommen, je größer ein Unternehmen ist. Bei den großen und mittleren Betrieben wird sie in 59 beziehungsweise 58 Prozent der Fälle genannt. Bei den Solo-Selbstständigen und Kleinstunternehmen mit 33 beziehungsweise 41 Prozent deutlich seltener.

„Wer Beschäftigte hat, Anlagen betreibt und exportiert, ist von mehreren Regelwerken gleichzeitig erfasst – vom Arbeitsrecht über Berichtspflichten bis zum Datenschutz“, erklärt Wohlrabe. „Selbstständige und Kleinstunternehmen fallen aus vielen dieser Pflichten noch heraus. Sobald ein Betrieb eine gewisse Größe erreicht, greifen sie fast alle auf einmal.“

Bei der Umfrage waren Mehrfachnennungen möglich, weitere häufig genannte Probleme waren der Fachkräftemangel mit 17 Prozent, die politischen Rahmenbedingungen mit 16 Prozent, Steuern und Abgaben sowie fehlende Planungssicherheit mit je 13 Prozent. Selbständige setzen dabei andere Schwerpunkte als Unternehmen mit Beschäftigten. Für sie spielen vor allem Unsicherheit und fehlende Planbarkeit (21 Prozent) sowie Steuern und Abgaben (17 Prozent) eine Rolle, dafür kaum Arbeitskosten oder Fachkräftemangel.

Dass die Bürokratie am häufigsten als Problem genannt wird, zieht sich durch alle Wirtschaftsbereiche. Am Bau und bei den Dienstleistern wird sie mit 45 und 46 Prozent seltener genannt, in der Industrie mit 55 Prozent häufiger. Was dahinter folgt, unterscheidet sich allerdings: In der Industrie sind es Energiekosten mit 39 Prozent, ebenso am Bau, dort aber erst mit 24 Prozent.

Bei den Dienstleistern gibt es keine klare Nummer zwei: Politik- und Rahmenbedingungen werden mit 17 Prozent nur knapp am zweithäufigsten genannt. Auch im Handel ist es knapp – hier schieben sich Nachfrage und allgemeine Wirtschaftslage mit 25 Prozent auf den zweiten Rang vor Energie- und Arbeitskosten.

Zahlen des Statistischen Bundesamts zufolge, die das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) im Januar abgefragt hatte, liegen die Bürokratiekosten für Unternehmen bei 62,5 Milliarden Euro pro Jahr. Vergangenes Jahr wies die amtliche Statistik Kosten von 66,6 Milliarden Euro aus. Die Zahl der Informationspflichten ging von 12.390 im Januar 2025 auf 12.364 zurück. Demnach sinkt also die Last, wenn auch nur sehr langsam.

Die schwarz-rote Koalition hat sich vorgenommen, die Bürokratiekosten deutlich zu senken und die Unternehmen von Berichtspflichten zu entlasten. Im Dezember haben Bund und Länder auch eine Modernisierungsagenda verabschiedet, die Bürokratiekosten um 25 Prozent senken soll.

View the original on heise online

KioskNews shows a cleaned-up reading view extracted from the publisher’s page — the original always lives on their site, not ours.