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Thursday, September 24, 2026

«Extrem stolz, hier zu sein»: Nati-Rückkehrer im doppelten Glück

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«Extrem stolz»: Adrian Bajrami über seine Rückkehr in die Nati – nach einem Jahr Absenz.20min / Sebastian Rieder

Darum gehts

  • «Extrem stolz» – so beschreibt Adrian Bajrami (23) sein Nati-Comeback nach dem Wechsel zu SC Braga.
  • Der Innenverteidiger aus Langenthal war zuvor bei Benfica und dem FC Luzern, bevor er nach Portugal zurückkehrte.
  • Braga spielt im legendären Estádio Municipal de Braga, das direkt in einen ehemaligen Steinbruch gebaut wurde.

Freiheit, Mut und Weitsicht – drei Eigenschaften, die in der Kunst symbolisch dem Adler zugeschrieben werden. Ein Tier, mit dem Adrian Bajrami in der Vergangenheit immer wieder in Berührung kam. Sei es im albanischen Wappen oder als Clubsymbol bei Benfica Lissabon.

Beim portugiesischen Rekordmeister suchte er als Teenager das grosse Glück, schaffte über die Academy den Sprung ins B-Team, kam dann aber in der 1. Mannschaft kaum zu Einsätzen. Woraufhin er beim FC Luzern neuen Schwung holte.

Adrian Bajrami am Ball für den FC Luzern – die starke Saison in der Super League öffnete ihm die Tür zu SC Braga und zur Nati.

Adrian Bajrami am Ball für den FC Luzern – die starke Saison in der Super League öffnete ihm die Tür zu SC Braga und zur Nati.Martin Meienberger/freshfocus

«Ich hatte letztes Jahr ein super Jahr in Luzern und habe mich in der Stadt überaus wohlgefühlt», schwärmt der 23-Jährige aus Langenthal. Nun kehrt er zurück – in den Kreis der Nationalmannschaft. «Das macht mich extrem stolz.»

Dass ihn die anstehenden Länderspiele ausgerechnet nach Luzern führen, sorgt für zusätzliche Vorfreude. «Die Aufregung ist gross – meine Familie hat schon ganz viele Tickets bestellt.» Auch in Skopje am Samstag, wo die Nati zum Auftakt der Nations League auf Nordmazedonien trifft, die Heimat seiner Eltern.

Angst vor den Benfica-Fans?

Freiheit, Mut und Weitsicht haben ihn diesen Sommer zurück in die sportliche Heimat geführt – diesmal zum SC Braga. «Ich fühle mich in Portugal einfach wie zu Hause. Das Land, das Wetter und vor allem der brasilianisch-portugiesisch geprägte Fussball sagen mir extrem zu.»

Der 23-jährige Berner, der fliessend Portugiesisch spricht, hat nach einigen Teileinsätzen für Braga zuletzt 90 Minuten durchgespielt und kann das erste Duell am 3. Dezember in Lissabon gegen Benfica kaum erwarten.

Angst vor den gegnerischen Fans? «Nein, nein», sagt Bajrami mit einem Lächeln. «Ein Wechsel von Benfica in die Schweiz und zurück nach Portugal ist kein Problem. Nur bei einem Wechsel zu Sporting oder Porto wäre es komplizierter geworden.»

Die Wucht des Felsens

In Braga bespielt Bajrami nun eine der faszinierendsten Kulissen des europäischen Fussballs: das legendäre Estádio Municipal de Braga, das direkt in einen ehemaligen Steinbruch hineingebaut wurde.

«Das Stadion ist wirklich sehr schön, direkt in die Felsen gebaut», beschreibt Bajrami die architektonische Perle. «Wenn man im Stadion steht, spürt man sofort die Wucht und diese ganz besondere Atmosphäre.»

Genau diese Wucht will er in Leistung ummünzen. Braga hat den Innenverteidiger vor allem wegen seiner Qualitäten am Ball verpflichtet. Als moderner Linksfuss verkörpert er genau das, was Trainer im zeitgemässen Fussball suchen: einen gepflegten, sauberen Spielaufbau von hinten heraus, gepaart mit hoher taktischer Intensität.

Wie beurteilst du die Rückkehr von Adrian Bajrami in die Nationalmannschaft?

Auch in der Nati will Bajrami eine tragende Rolle einnehmen. In welcher Konstellation, ist noch unklar, zumal Trainer Murat Yakin nach dem Ausfall von Granit Xhaka das Team neu ausrichten muss.

«Ich will einfach mit positiver, neuer Energie», sagt Bajrami und fühlt sich vorerst auch in der Rolle des Reservisten beflügelt: mit Freiheit, Mut und Weitsicht.

Sebastian Rieder

Sebastian Rieder (sri), arbeitet seit 2024 für 20 Minuten als Stv. Leiter Sport. Der Generalist hat stets die besten Schweizer Fussballer im Fokus und begleitet die Nati als Reporter und Videojournalist.

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