Feuerwerksinitiative: «Weg damit» oder «Gehört zur Tradition»

- Am 29. November 2026 wird über die Volksinitiative «Für eine Einschränkung von Feuerwerk» abgestimmt.
- Die Community ist gespalten: Befürworter verweisen auf Lärm und Tierwohl.
- Gegner fürchten um Tradition und kritisieren die zu vielen Verbote.
Im November stimmt die Schweiz unter anderem über die Volksinitiative «Für eine Einschränkung von Feuerwerk» ab. Die Initiative will den Verkauf und die Verwendung von lärmendem Feuerwerk für Privatpersonen verbieten. Was sich ändern würde und was Gegner und Befürworter dazu sagen, liest du hier.
Die Meinungen der Community spalten sich in ein klares Ja- oder Nein-Lager, wobei sich die Argumentationen unterscheiden.
Viele Leserinnen und Leser begrüssen die Initiative. «Die Chancen, dass das Verbot durchkommt, waren noch nie so gut wie jetzt. Weg damit, Mensch und Tier brauchen keine Böller!», findet User spymek. User Goodnews schreibt: «Es wird Zeit, dass die Böllerei verboten wird. Diejenigen, welche dann morgens um drei noch einmal einen krachen lassen, haben nicht bemerkt, dass sie das Fass zum Überlaufen gebracht haben. Ich freue mich auf die künftigen Feiertage ohne Explosionen!»
Und Febusa betont: «Es sind nicht nur die Tiere, welche leiden, auch Personen mit Einschränkungen und ältere Leute leiden darunter.»
«Es ist ein Höllenlärm»
Andere User sind zwiegespalten. «Es braucht kein pauschales Komplettverbot, aber wir müssen endlich dort ansetzen, wo es wirklich wehtut: beim extremen Lärm. Lautstarke Knaller und Böller, die einen gewissen Dezibelwert überschreiten, gehören verboten!», fordert cosmopolitain.
Dem stimmt grisu_7 zu: «Man müsste unterscheiden: Raketen sehe ich nicht als Problem. Was nervt, sind die Dinger, die ausschliesslich einen Höllenlärm machen.» Und Rot-Grün-Farbe-des-Grauens erhält für folgende Aussage viel Zustimmung: «Ein paar Raketchen etc. ablassen, war noch nie ein Problem, aber heute hast du am 1. August von 19 Uhr bis 2 Uhr Vollgasfeuerwerk im Dorf.»
«Gehört zur Tradition»
Doch es gibt auch viele Personen in der Community, die die Initiative ablehnen. User zh1150 schreibt: «Noch mehr Verbote, noch mehr Vorschriften wegen zwei Tagen Feuerwerk. Lasst denen, die Spass haben, die Freude.»
Auch sev01 nervt sich generell an zusätzlichen Einschränkungen: «Wir haben schon so viele Verbote und wenn schon, dann gibt es wesentlich dringendere Verbote, als den Spass am Feuerwerk zu verbieten.»
User Sooodeliii findet: «Der 1. August ist der Geburtstag der Schweiz und Feuerwerk hatten meine Grosseltern schon gezündet. Es gehört meiner Meinung nach zu unserer Tradition.»
«Bitte mehr Rücksichtnahme»
User -vincentvega- schlägt einen anderen Weg vor: «Anstatt die ganze Zeit Verbote herauszuhauen, wären sensibilisierende Präventionen eine Lösung. Und die Bevölkerung würde wieder lernen, gemeinsam Kompromisse einzugehen.»
Auch Feldschlöschen fordert einen anderen Weg als ein Verbot: «Appell an die Vernunft jedes Einzelnen, mit Vorsicht und Rücksicht das Zeug loszulassen.» Und User Bern-Biel findet: «Seid doch einfach nett zueinander und gönnt anderen das, was ihnen Freude macht. Zweimal im Jahr, kommt schon!»
Worauf würdest du beim Feuerwerk eher setzen, wenn du zwischen Freiheit und Rücksicht wählen müsstest?
Anja Zingg (anz), arbeitet seit 2020 bei 20 Minuten. Sie ist seit Juni 2023 Leiterin des Ressorts Gesellschaft & Community.
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