Serbe zurück in Basel – Djokovic: «Hatte mit Federer nie eine Beziehung neben dem Platz»

Von 2009 bis 2011 spielte Djokovic dreimal in Basel und gewann das Turnier bei seinem Debüt. Nun ist er zurück: Seiner kurzfristigen Bitte um eine Wildcard kamen die Organisatoren noch so gerne nach.
Zur Schweiz unterhält der 39-jährige Serbe eine spezielle Beziehung. In Genf hat er Verwandte, beim dortigen Turnier feierte er im letzten Jahr seinen 100. ATP-Titel.
«In der Schweiz sind die Leute fachkundig, leidenschaftlich und unterstützen das Tennis», erklärt Djokovic bei der Medienkonferenz vor seinem Erstrundenspiel gegen den Franzosen Ugo Humbert (ATP 38) am Mittwoch. «Mehrheitlich dank der Erfolge von Roger Federer natürlich, aber auch dank Stan Wawrinka und Martina Hingis.»
Die Auftaktpartie von Novak Djokovic gegen Ugo Humbert sehen Sie am Mittwoch ab ca. 16:00 Uhr im kommentierten SRF-Livestream. Auf SRF zwei zeigen wir danach ab 17:50 Uhr das Spiel Taylor Fritz – Rinky Hijikata.
Alle Partien auf beiden Swiss-Indoors-Courts können Sie ausserdem unkommentiert im Livestream verfolgen, darunter ab ca. 15:00 Uhr das Duell von Rémy Bertola mit Denis Shapovalov.
Zu Federer, dem er 2009 und 2010 im Final der Swiss Indoors gegenüberstand, habe er aber nie eine enge Beziehung entwickelt, gibt der 24-fache Grand-Slam-Champion zu.
«Um ehrlich zu sein, unsere Beziehung ist immer strikt professionell gewesen. Neben dem Platz haben wir nie eine Beziehung gehabt.» Sie seien immer Rivalen gewesen. «Aber ich habe riesigen Respekt und Bewunderung für das, was er geleistet hat. Er war für uns jüngere Spieler auch ein Wegbereiter.»
Weiterhin konkurrenzfähig
Bei seinem letzten Besuch an den Swiss Indoors war Djokovic 24-jährig. Dass er zu diesen «Jüngeren» gehörte, liegt also weit zurück. Die Aussicht, aufstrebende Spieler zu ärgern, ist für den Serben denn auch eine spezielle Motivation. «Ich stehe in Sachen Wettbewerbsfähigkeit und Ehrgeiz den anderen in nichts nach», betont er. «Sie müssen sich Siege gegen mich verdienen, es gibt keine Geschenke.»
Ich bin dankbar, dass ich noch auf diesem Niveau spielen und meiner Leidenschaft nachgehen kann
Bei den Hallenturnieren wie in Basel sieht er eine gute Chance für sich. «Mit den physischen Problemen, die ich in den letzten paar Jahren hatte, mag ich es nicht mehr so, in grosser Hitze zu spielen», erklärt er. Der Start ins Turnier sei für ihn der Schlüssel. «Bei diesen kleinen Tableaus bekommt man gleich zum Auftakt sehr starke Gegner.»
Vergleichsweise magere Ausbeute
In diesem Jahr musste Djokovic häufig unten durch. An den Australian Open erreichte er indes den Final und in Wimbledon den Halbfinal. «Manche finden das für meine Ansprüche vielleicht zu wenig», weiss er. «Aber ich bin dankbar, dass ich noch auf diesem Niveau spielen und meiner Leidenschaft nachgehen kann.» Im Moment fühle er sich auch physisch wieder besser. Das Ziel bleibe ein weiterer Grand-Slam-Sieg.
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