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Thursday, October 22, 2026

Todesanzeigen-Portal erklärt Aargauer Brüder (7 und 12) für tot

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  • Das Portal todesanzeigenportal.ch hat zwei Brüder (7 und 12) aus dem Bezirk Baden AG fälschlich für tot erklärt.
  • Der Vater machte den Betreiber, die Famads AG, auf die Panne aufmerksam.
  • Die Firma löschte die Einträge und entschuldigte sich beim Vater in aller Form.

Auf einem Portal für Todesanzeigen erschien am Dienstag eine traurige Nachricht: Ein 7- und ein 12-Jähriger, beide wohnhaft im Bezirk Baden im Kanton Aargau, sind offenbar tot. Die Hintergründe jedoch waren völlig unklar, woraufhin der «Blick» beim Betreiber des Portals in Erfahrung brachte, dass die beiden Brüder gar nicht gestorben sind.

Wie die Famads AG, die todesanzeigenportal.ch betreibt, gegenüber der Zeitung sagt, sei man vom Vater der beiden Kinder auf die Panne aufmerksam gemacht worden. «Nachdem wir die Einträge gelöscht haben, haben wir uns bei ihm in aller Form für den Fehler entschuldigt», schreibt die Firma weiter.

Technikpanne führte zu Todesmeldungen

Offenbar führte eine Technikpanne dazu, dass die beiden Buben fälschlicherweise für tot erklärt wurden. «Das war ein äusserst ärgerlicher technischer Fehler bei der Auswertung einer Quelle. Das darf nicht passieren», so die Verantwortlichen zu «Blick». Das Portal beherberge mittlerweile etwa zwei Millionen Einträge, ein solcher Fall sei aber neu.

Während die angebliche Todesmeldung im Aargau schnell aufgeklärt werden konnte, sorgte ein Fall im Kanton Bern anfangs 2026 bei einer Leserin für einen Schock: Ihr Vater informierte die Frau Ende April, dass ihr Bruder bei einem Bahnunfall ums Leben gekommen sei. «Ich wollte das in diesem Moment nicht wahrhaben, es war ein riesiger Schock», erinnert sie sich.

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Am nächsten Tag ging sie in die Wohnung des Bruders, um dort einen möglichen Abschiedsbrief zu suchen. Dabei der Schock: «Vor mir stand mein Bruder auf der Strasse – in Fleisch und Blut.» Das tragische Missverständnis konnte später geklärt werden: Demnach hatte der Vater des angeblich Verstorbenen am Bahnhof auf ihn gewartet und dabei die Durchsage zum Personenunfall gehört.

Fotos wiesen zufällige Ähnlichkeiten auf

Da die Familie in den letzten Jahren schon zwei Mitglieder durch Suizid verloren habe, sei ihr Vater vom Schlimmsten ausgegangen und habe der Polizei Fotos vom Sohn zukommen lassen. «Nach dem Abgleich des Fotos sowie der weiteren Umstände und Hinweise war zu vermuten, dass es sich bei der verstorbenen Person um den Vermissten handeln könnte», sagt Gasser von der Kapo Bern. Dies entpuppte sich aber als falsch.

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Benedikt Hollenstein

Benedikt Hollenstein (bho) ist seit 2021 bei 20 Minuten. Er schreibt für den Newsdesk und übernimmt dort auch Tagesleitungsschichten.

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