5 kurze Fragen, die du dir beim Ausmisten immer stellen solltest

Die Jacke, bei der schon zwei Knöpfe abgefallen sind, der geschenkte Dörrautomat und die Vase, die seit Jahren hinten im Schrank steht: Beim Ausmisten scheitert es oft nicht am Sortieren, sondern am Entscheiden. Wir zeigen dir fünf Fragen, die aus einem vagen «Vielleicht brauche ich es noch» einen konkreten Check machen. Ein Nein bedeutet dabei nicht automatisch entsorgen, sondern erst einmal: genauer hinschauen.
Wie gehst du beim Ausmisten am ehesten vor?
Habe ich das Ding im vergangenen Jahr benutzt?
Zwölf Monate decken alle Jahreszeiten und die meisten Anlässe ab. Alles, was du in diesem Zeitraum kein einziges Mal benutzt hast, wirst du wahrscheinlich auch nicht vermissen, wenn es weg ist.
Ein Beispiel: Das Waffeleisen hast du vor zwei Jahren unbedingt haben wollen. Seither steht es hinten im Küchenschrank und kam genau einmal zum Einsatz. Diesen Platz könntest du anders nutzen.
Werde ich es im nächsten Jahr nutzen?
Hier zählt nicht «vielleicht», sondern ein realistischer Plan. Hat der Gegenstand einen konkreten Platz in deinem kommenden Alltag? Wenn dir kein Anlass einfällt, bleibt er wahrscheinlich weitere zwölf Monate liegen.
Ein Beispiel: Die Campingausrüstung hast du seit Jahren nicht mehr angerührt und auch für die kommenden Ferien steht kein Campingtrip an. Und wenn du länger darüber nachdenkst, willst du eigentlich auch gar nicht mehr in einem Schlafsack schlafen. Dann wird es Zeit, sich zu trennen.
Würde ich es heute wieder kaufen?
Diese Frage blendet aus, was etwas einmal gekostet hat, und richtet den Blick auf deinen heutigen Geschmack und Alltag. Sie hilft dabei, vergangene Kaufentscheidungen nicht mit aktuellem Wert zu verwechseln.
Ein Beispiel: Die Designer-Vase war teuer, gefällt dir aber seit Jahren nicht mehr. Würdest du sie heute im Laden stehen lassen? Dann darf sie auf den Vielleicht-Stapel.
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Würde ich es reparieren oder ersetzen?
Kaputte Dinge landen gern jahrelang in einer Zwischenzone: zu schade zum Entsorgen, aber offenbar nicht wichtig genug zum Reparieren. Frag dich, ob du dafür wirklich Geld oder Zeit investieren würdest. Falls ja, setz dir eine Frist.
Ein Beispiel: Bei deiner Lieblingsjacke würdest du den defekten Reissverschluss sofort ersetzen lassen. Bei der Tasche mit gerissenem Henkel sagst du das seit zwei Jahren und greifst trotzdem nie zu ihr.
Würde ich es mitnehmen, wenn ich zügle?
Beim Zügeln wird der Wert von Dingen plötzlich konkret: Würdest du sie einpacken, schleppen und am neuen Ort wieder auspacken?
Ein Beispiel: Von 20 Kochbüchern benutzt du drei. Wenn du für die anderen 17 keine Zügelkiste füllen würdest, müssen sie vielleicht auch jetzt nicht im Regal bleiben.
Was jetzt?
Jetzt stehst du mit einem Stapel von Dingen da, die in einem der Tests durchgefallen sind. Wertvolle oder gefragte Sachen kannst du verkaufen, Brauchbares verschenken. Saubere und intakte Kleidung, Möbel oder Haushaltswaren lassen sich je nach Annahmestelle spenden. Was kaputt und nicht mehr weiterzugeben ist, gehört in die passende Entsorgung oder ins Recycling.
Du kannst dich trotzdem nicht trennen, weil du Angst hast, den Gegenstand doch noch zu brauchen? Pack die Wackelkandidaten in eine Kiste und stell sie in den Keller oder auf den Estrich. Stell dir gleichzeitig eine Erinnerung fürs Handy in drei Monaten. Hast du bis dahin nichts aus der Kiste vermisst oder herausgeholt, fällt der Abschied wahrscheinlich leichter.
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Hast du einen Trick, mit dem das Ausmisten besonders leichtfällt, besonders gut klappt oder extra effizient ist? Teile ihn in den Kommentaren.
Meret Steiger (mst), arbeitet seit 2016 für 20 Minuten. Sie ist Redaktorin für Living und Auto & Mobilität und berichtet über Wohnen, Einrichten und Architektur.
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